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Komponenten | 18 Januar 2011

Energieeffizienz-Cluster "Cool Silicon" forscht weiter

Sachsen bleibt beim Zukunftsthema Energieeffizienz weiter am Ball. Am Mittwoch den 12. Januar hat die unabhängige Jury des Spitzencluster-Wettbewerbs dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) empfohlen, das im Silicon Saxony beheimatete Spitzencluster "Cool Silicon" in einer 2. Phase zu fördern.
Damit ist "Cool Silicon" weiter eines von fünf Spitzenclustern der ersten Wettbewerbsrunde, die im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung bis 2013 gefördert werden. Mit dieser Entscheidung unterstützt das BMBF mit bis zu weiteren 17 Millionen Euro die Umsetzung der Clusterziele. Insgesamt werden Projekte des Clusters mit bis zu 40 Millionen Euro gefördert, die Industrie gibt die gleiche Summe noch einmal dazu. "Die Zwischenbewertung hat gezeigt, dass die ausgewählten Spitzencluster in ihren jeweiligen Technologiefeldern entscheidende Schritte nach vorn getan haben", sagte Frau Bundesforschungsministerin Prof. Annette Schavan nach Bekanntgabe der Juryentscheidung. "Sie entwickeln genau dort Antworten, wo wir in Zukunft die größten Herausforderungen haben. Sie schaffen dies durch eine enge strategische Kooperation im Cluster, durch gemeinsame Forschungsprojekte - auch von Marktkonkurrenten - und durch die gemeinsame Verantwortung für innovative Ausbildungsgänge."

Deutschland ist Vorreiter und Treiber neuer Ideen

Grundlage für die Entscheidung des BMBF waren ein Fortschrittsbericht und Anträge der Clusterpartner für zukünftige Forschungsprojekte, die im Oktober 2010 eingereicht und von einer unabhängigen Jury evaluiert wurden. Prof. Andreas Barner, Vorsitzender der Jury und Sprecher der Geschäftsleitung von Boehringer Ingelheim fasste die bisher geleistete Arbeit der Spitzencluster der ersten Wettbewerbsrunde zusammen: "Wir freuen uns als Jury des Spitzencluster-Wettbewerbs, dass die ersten fünf Spitzencluster in den vergangenen zwei Jahren über die gesamte Wertschöpfungskette eine gemeinsame Strategie verfolgt haben und diese bereits in sichtbare Erfolge wie neue Arbeitsplätze oder Ausgründungen überführen konnten. Die Cluster sind auf einem guten Weg. Wesentliche Kursänderungen sind nicht erforderlich. Allerdings haben wir auch gesehen, dass es Zeit braucht, bis ein professionelles Clustermanagement etabliert ist und ein Cluster 'lebt'.".

"Wir freuen uns über diese Entscheidung. Deutschland bleibt in Sachen Energieeffizienz ein Technologievorreiter und Treiber neuer Ideen", sagt Prof. Thomas Mikolajick, Koordinator des "Cool Silicon"- Spitzenclusters. "Unser bisheriges Engagement hat sich gelohnt und für alle Partner ist es eine große Anerkennung ihrer Forschungsarbeit. Für die nächsten Jahre gibt es noch viele spannende Forschungsprojekte und ich bin sicher, dass "Cool Silicon" den wesentlichen globalen Beitrag für eine energieeffiziente Elektronik leistet", so Prof. Mikolajick.

Guter Tag für Industriestandort Deutschland

"Für den Mikroelektronikstandort Dresden, aber auch für die deutsche Wirtschaft, ist diese Entscheidung bedeutsam. Cool Silicon leistet mit dem Thema Energieeffizienz neben der ökologischen Seite auch einen wichtigen Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland", erklärt Helmut Warnecke, Vorstand im Branchenverband Silicon Saxony und Geschäftsführer von Infineon Technologies Dresden. Mit dem Cool-Silicon-Cluster haben wir uns in den vergangen Jahren die Technologievorreiterschaft beim Thema Energieeffizienz erarbeitet und es gibt bereits viele wirtschaftlich verwertbare Forschungsergebnisse. Diese Innovationen stellen im Wettbewerb mit Asien einen nicht zu unterschätzenden Vorteil dar, so der Dresdner Infineon-Chef weiter.

Zwei Jahre nach dem Beginn der Förderung haben die fünf Spitzencluster der ersten Runde im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ihre Fortschrittsberichte vorgelegt und sich am 12. Januar 2011 der Zwischenbewertung durch die unabhängige Jury gestellt. Der Wettbewerb unterstützt die leistungsfähigsten Cluster von Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren Akteuren einer Region bei der langfristigen Etablierung in der internationalen Spitzengruppe.

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2018.06.15 00:12 V9.6.1-2