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Komponenten | 06 August 2010

Balda stutzt Mitarbeiterzahl in China

Im Rahmen der bereits angekündigten Neustrukturierung hat der Unternehmensbereich MobileCom 1'283 Mitarbeiter in Suzhou (China) abgebaut.

„Wir sind mit der Entwicklung des Konzerns wie auch des Nettoergebnisses insgesamt sehr zufrieden“, fasste Finanzvorstand Rainer Mohr das erste Halbjahr 2010 der Balda AG zusammen. Die Umsatzerlöse im Konzern lagen mit EUR 63,3 Millionen Euro noch leicht unter dem Vorjahresniveau von EUR 66,2 Millionen. Doch im zweiten Vierteljahr von April bis Juni hat Balda die Erlöse um 44,0% auf EUR 37,4 Millionen (Vorjahresperiode: EUR 25,9 Millionen) gesteigert. „Wir sind auf dem richtigen Weg, sollten jedoch noch ein wenig mehr Fahrt aufnehmen, um unsere Ziele zu erreichen“, kommentierte Mohr. Das negative Betriebsergebnis im Konzern des ersten Halbjahres in Höhe von EUR 2,1 Millionen (Vorjahr: plus EUR 2,5 Millionen) will Mohr bis zum Jahresschluss auf das Vorjahresniveau von etwa EUR 2,5 Millionen führen. Im zweiten Quartal verzeichnete Balda bereits ein positives EBIT von plus EUR 0,2 Millionen (erstes Quartal: 2010: minus EUR 2,3 Millionen). MobileCom im Umbruch Der Balda-Konzern befand sich auch im zweiten Quartal 2010 laut Mohr „in einer Phase des Umbruchs und Aufbruchs“. Die gezielt und aktiv fortgesetzte Neuordnung des Konzerns betraf besonders die Geschäftsfelder MobileCom und Electronic Products. Das Segment Mobile-Com konzentriert die Fertigung künftig am neuen Produktionsstandort in Beijing (Produktionsstart August 2010). Erste Projekte gingen bereits zur Produktion von Suzhou in die Hauptstadt Chinas. Im Rahmen dieser Neustrukturierung hat MobileCom 1283 Mitarbeiter in Suzhou abgebaut. „Natürlich hatte das Geschäftsfeld in den letzten Wochen sozusagen Sand im Getriebe. Überdies nahm der Kostendruck weiter zu. Im Verbund mit verzögerten Auftragsabrufen belasteten diese Faktoren Umsatz und Ertrag“, so Mohr. Der Halbjahresumsatz des Segments belief sich auf EUR 35,3 Millionen gegenüber EUR 41,7 Millionen im Vorjahr. Das EBIT betrug im Berichtszeitraum minus EUR 3,3 Millionen im Vergleich zu plus EUR 5,2 Millionen im Vorjahr. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass das Geschäftsfeld MobileCom die „Performance im zweiten Halbjahr deutlich verbessert“. „Im neuen Werk in Beijing werden sich mit effizienterem Personaleinsatz, genutzten Synergien wie neuen Prozessen und der Anwendung modernster Technologien die Kostenpositionen günstiger darstellen. Ungewisser Faktor bleiben die Kundenabrufe, also das Auftragsvolumen“, erläuterte Mohr. Electronic Products im Aufbruch Das Geschäftsfeld Electronic Products hat mit der Einführung innovativer Produkte für Kommunikation und Unterhaltung in den ersten sechs Monaten 2010 beim Umsatz planmäßig um 74% auf EUR 14,9 Millionen (Vorjahr: EUR 8,5 Millionen) zugelegt. „Die neuen Geräte des Segments, unter anderem ein Tablet-PC bzw. Multimedia Player, auch für einen deutschen Mobilfunk- und Internet-Provider, fassen Tritt im Markt. Darauf können wir stolz sein“, so Mohr. Deutlich gestiegener Materialeinsatz, auch für elektronische Zukaufteile sowie üblicherweise kostenintensive Produktionsanläufe beeinflussten das Ergebnis allerdings negativ. Das operative Ergebnis lag zum Halbjahresschluss noch mit EUR 2,5 Millionen im Minus. Doch bereits im zweiten Quartal fiel der Verlust auf EUR 0,8 Millionen im Vergleich zu EUR 1,7 Millionen im ersten Vierteljahr. „Auch hier stimmt der Trend sehr zuversichtlich“, erläuterte Mohr. Medical mit Wachstumsschub 2011 Auch das Geschäftsfeld Medical entwickelte sich nach Angaben von Mohr planmäßig. Mit Umsatzerlösen von EUR 13,1 Millionen (Vorjahr: EUR 16,0 Millionen) hat das Segment im ersten Halbjahr leicht nachgegeben. Doch das zweite Vierteljahr übertraf die Erlöse des ersten Quartals um rund EUR 0,7 Millionen. Das operative Ergebnis (EBIT) hat sich trotz des erheblichen Umfangs an margenschwächeren Vorleistungen für Projekte für das Jahr 2011 mit EUR 1,1 Millionen Euro (Vorjahr: EUR 2,3 Millionen) deutlich im Plus gehalten. Das Betriebsergebnis legte im zweiten Quartal auf EUR 0,7 Millionen zu. „Wir sind mit dem Verlauf des ersten Halbjahres von Medical sehr zufrieden“, erklärte Mohr. Die drei Geschäftsfelder des Balda-Konzerns haben laut Mohr im ersten Halbjahr viel Leistung in die Zukunft investiert. „Wir haben mannigfalte Chancen und die Risiken erfolgreich gemanagt“, so Mohr. Die Früchte werde Balda noch im Jahr 2010 und vor allem ab 2011 ernten. Trotz der erst im dritten Quartal besser einschätzbaren Entwicklung im Geschäftsfeld MobileCom hält Balda derzeit an der Prognose des Umsatzwachstums von 10% bis 15% und eines auf Vorjahresniveau gleich bleibenden operativen Ergebnisses des Konzerns im Geschäftsjahr 2010 fest.
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