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Komponenten | 03 Februar 2010

Drahtlose Sensoren für sichere Infrastrukturen

Das europĂ€ische Forschungsprojekt WSAN4CIP hat eine drahtlose sensorgestĂŒtzte Lösung fĂŒr die kosteneffektive Überwachung kritischer Infrastrukturen - wie etwa Verteilnetze fĂŒr Wasser und Strom - entwickelt, die deren Sicherheit erhöhen wird.
Heute werden kritische Infrastrukturen entweder zu sehr hohen Kosten geschĂŒtzt oder ihr Schutz wird mangels Geld vernachlĂ€ssigt. WSAN4CIP, ein europĂ€isches Forschungskonsortium von zwölf Partnern aus Industrie und Wissenschaft, entwickelt eine Lösung, die den kosteneffektiven und verlĂ€sslichen Schutz solcher Infrastrukturen ermöglicht. Die Lösung basiert auf einem sicheren Kommunikationsnetz drahtloser Sensoren. “Um kritische Infrastrukturen zu ĂŒberwachen braucht man Sensornetze, die zuverlĂ€ssig sind. Die gegenwĂ€rtigen Lösungen bieten nicht die erforderliche Sicherheit und ZuverlĂ€ssigkeit. Unser Projekt wird kritische Infrastrukturen sicherer machen, indem wir das erste zuverlĂ€ssige drahtlose Sensornetz einrichten,” sagt Peter Langendörfer von IHP, der technische Manager von WSAN4CIP. Zwei AnwendungsfĂ€lle, einer im Energiesektor und einer im Wassersektor, sind ausgewĂ€hlt worden, um die Machbarkeit der Projektlösung zu beweisen. Im Februar 2010 beginnt die Testphase. Im ersten Anwendungsfall wird das Projekt ein Netz drahtloser Sensoren und Stellglieder in einem Abschnitt des Stromverteilnetzes von EDP Distribuição Energia, einem fĂŒhrenden Stromnetzbetreiber in Portugal, installieren. Der Zweck besteht darin, schnell verlĂ€ssliche Informationen zu Störungen im Stromverteilnetz zu erhalten und wo sie aufgetreten sind. “Die WSAN4CIP-Lösung wird es uns möglich machen, den Störungspunkt unmittelbar zu lokalisieren,” erlĂ€utert Carlos Fortunato, ein leitender technischer Experte bei EDP. Im zweiten Anwendungsfall wird das Projekt ein Netz drahtloser Sensoren und Stellglieder im Trinkwassernetz der FWA (Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft), einer regionalen Trinkwasser- und Abwassergesellschaft in Frankfurt/Oder, einrichten. Die drahtlosen Sensoren im Netz messen den Wasserdruck und leiten Daten weiter im Fall eines plötzlichen Wasserdruckabfalls, der ein Anzeichen fĂŒr eine Störung sein kann. Ursache der Störung könnte zum Beispiel eine durch einen Unfall zerstörte Wasserleitung sein oder ein terroristischer Angriff. Gerd Weber, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der FWA, hĂ€lt WSAN4CIP fĂŒr einen wichtigen Schritt nach vorn. “Die drahtlose Sensorlösung des Projekts wird es uns möglich machen ein Überwachungsnetz mit einer viel höheren Dichte an Messpunkten einzurichten. Die aktuellen drahtgebundenen Lösungen wĂ€ren einfach zu teuer fĂŒr uns,“ sagt Weber. Uwe Herzog, Koordinator des WSAN4CIP-Projekts, fasst die Vorteile so zusammen: “Der zusĂ€tzliche Nutzen von WSAN4CIP, verglichen mit heutigen Lösungen, ist, dass es sichere Kommunikation zwischen den Sensoren ermöglicht, so dass die gemessene Information sehr zuverlĂ€ssig ist – eine zentrale Anforderung von Betreibern kritischer Infrastrukturen.”
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