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Komponenten | 10 November 2009

Leoni kann Umsatzprognose bestätigen

Kabelsystemanbieter Leoni verbuchte im 3Q/2009 einen Konzernumsatz von 531,1 Mio. Euro (Vorjahr: 734,9 Mio. Euro). Damit stabilisierte das Unternehmen sein Geschäft trotz verlängerter Sommer-Werksferien vieler Fahrzeughersteller weiter, heisst es im Finanzbericht.

Die Ertragslage von Leoni verbesserte sich unterjährig durch das schnell und konsequent umgesetzte Kostensenkungsprogramm deutlich: Von Anfang Juli bis Ende September 2009 wurde ein Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 5,5 Mio. Euro (Vorjahr: 24,2 Mio. Euro) erzielt, nachdem in den beiden Vorquartalen noch Verluste zu Buche standen. Das bereinigte EBIT beläuft sich auf 11 Mio. Euro (Vorjahr: 28,2 Mio. Euro). In den ersten neun Monaten 2009 belief sich der Leoni-Konzernumsatz insgesamt auf 1.553,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2.325,6 Mio. Euro). Das EBIT betrug in diesem Zeitraum –72,3 Mio. Euro (Vorjahr: 95,7 Mio. Euro). Hierin waren Restrukturierungskosten, außerplanmäßige Wertminderungen aus dem zweiten Quartal und Effekte aus der Kaufpreisallokation früherer Akquisitionen enthalten, die insgesamt zu Belastungen von 42 Mio. Euro führten. Bereinigt um diese Faktoren ergab sich für die ersten drei Quartale 2009 ein EBIT von –30,3 Mio. Euro (Vorjahr: 112,8 Mio. Euro). Der Konzernfehlbetrag lag bei 92,1 Mio. Euro (Vorjahr: Überschuss von 55,9 Mio. Euro). Umsatzentwicklung im Plan Für das Gesamtjahr 2009 rechnet Leoni weiterhin mit einem Konzernumsatz zwischen 2,1 und 2,2 Mrd. Euro. Entscheidend für den Geschäftsverlauf des vierten Quartals wird die Dauer der Werksferien bei den Automobilherstellern im Dezember sein. Das Unternehmen erwartet nunmehr bereits ab einem Gesamtjahresumsatz von 2,1 Mrd. Euro ein leicht positives bereinigtes EBIT im zweiten Halbjahr 2009. Die Kostensenkungsmaßnahmen werden wie angekündigt fortgesetzt, um die Ausgangsposition für 2010 weiter zu verbessern. Daraus resultieren bis zum Jahresende planmäßig nochmals hohe Restrukturierungsaufwendungen von rund 28 Mio. Euro. Für 2010 geht Leoni davon aus, in einem etwas freundlicheren konjunkturellen Umfeld insgesamt stärker als die wichtigen Märkte zu wachsen und ein Umsatzplus von rund 10 Prozent erreichen zu können. Ergebnisverbesserung in beiden Segmenten In beiden Unternehmensbereichen von Leoni mehrten sich zuletzt die Erholungsanzeichen. Das Segment Wiring Systems erzielte im dritten Quartal einen Außenumsatz von 294,9 Mio. Euro (Vorjahr: 366,4 Mio. Euro) und nach drei Verlustquartalen wieder ein ausgeglichenes EBIT (Vorjahr: 6,9 Mio. Euro). Positiv wirkte sich unter anderem der Lieferstart von Bordnetz-Systemen für den neuen Opel Astra aus. Außerdem gingen weitere Neu- und Folgeaufträge aus der internationalen Fahrzeugindustrie ein, unter anderem erstmals von einem japanischen Hersteller: Leoni stattet ab Ende 2010 den Nissan X-Trail für den russischen Markt mit Kabelsystemen aus. Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions verbuchte von Anfang Juli bis Ende September 2009 einen Außenumsatz von 236,2 Mio. Euro (Vorjahr: 368,5 Mio. Euro) und ein positives EBIT von 6,3 Mio. Euro (Vorjahr: 15,3 Mio. Euro). Damit konnten die Verluste aus den ersten beiden Quartalen 2009 teilweise ausgeglichen werden. Vor allem das Geschäft mit Automobil- und Standardleitungen sowie mit Hausgeräte-Kabeln zog wieder merklich an. Darüber hinaus untermauerte Leoni seine gute Stellung im Wachstumsmarkt Solarindustrie mit einem zukunftsweisenden Projekt: der Ausstattung des weltweit zweitgrößten Photovoltaik-Kraftwerks mit Spezialkabeln. Verschiebung der Personalstruktur Leoni beschäftigte Ende September 2009 insgesamt 47.652 Mitarbeiter, das heißt 5.821 Personen weniger als zum Vorjahresstichtag. Der Rückgang resultierte vor allem aus dem Abbau von Stellen im Produktionsbereich Ende 2008 und im ersten Halbjahr 2009. Im dritten Quartal führte die Geschäftsbelebung an einzelnen Fertigungsstandorten bereits wieder zu Neueinstellungen. Dagegen wurden die Einsparmaßnahmen in den administrativen Bereichen vorrangig in Westeuropa und die Produktionsverlagerungen in Länder mit niedrigerem Lohnniveau fortgesetzt, um die Kostenstrukturen an das verringerte Umsatzniveau anzupassen. In Deutschland waren am 30. September des laufenden Jahres 3.833 Arbeitnehmer bei Leoni tätig (Vorjahr: 4.275). Die ausländische Belegschaft nahm auf 43.819 Mitarbeiter (Vorjahr: 49.198) ab.
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