Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Komponenten | 04 August 2009

ZVEI: Halbleiter-Versorgung der Automobilindustrie gefährdet

Vor allem Autozulieferern in Deutschland, die Halbleiter verarbeiten, droht eine Produktionsunterbrechung. Grund sind LieferengpÀsse bei Halbleitern. Darauf weist der ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems hin.
Dieses Problem entstehe bei den Halbleiter-Herstellern, weil Bestellungen bei ihnen immer kurzfristiger einlaufen und Produktions- und Beschaffungszeiten zu wenig berĂŒcksichtigen. In besonderem Maße sind davon Chips fĂŒr die Automobilelektronik betroffen. Die stark zurĂŒckgegangene Nachfrage in vielen Industriesegmenten, insbesondere in der Automobilindustrie, hat bei Halbleiter-Herstellern dazu gefĂŒhrt, dass FertigungskapazitĂ€ten angepasst werden mussten. Zu den stark schwankenden und zudem rĂŒcklĂ€ufigen Absatzzahlen kommen fehlende Abnahmegarantien. Die Halbleiter-Hersteller sehen in der aktuell schwierigen Finanzlage keine Möglichkeiten, IC (integrated circuit = integrierter Schaltkreis) auf Vorrat zu produzieren. Auch kann wegen der zunehmenden Kurzarbeit die von den Abnehmern geforderte FlexibilitĂ€t nicht garantiert werden. Kurze Lieferzeiten sind auch wegen der nötigen Vorlaufzeiten nicht zu realisieren. So betragen die Bestellzeiten des Rohmaterials fĂŒr Wafer bis zu 5 Monate. Anschließend kann – in AbhĂ€ngigkeit von der verwendeten Technologie – der Herstellungsprozess der Halbleiter 16 bis 20 Wochen betragen. "Zur GewĂ€hrleistung einer zuverlĂ€ssigen IC-Versorgung mĂŒssen Verbraucher den Herstellern durch frĂŒhzeitige Bestellung und durch eine Abnahmegarantie genĂŒgend Vorlaufzeit und eine Möglichkeit zur Lagerproduktion einrĂ€umen", fordert Christoph Stoppok, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des ZVEI-Fachverbands Electronic Components and Systems.
Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2019.02.19 01:06 V12.2.0-1