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Komponenten | 17 Juni 2009

Verkauf von Qimonda-Beteiligungen kommt voran

Der Verkauf von Qimonda-Beteiligungen kommt voran. Neben der in der vergangenen Woche unterzeichneten VerĂ€ußerung der Tochtergesellschaft Qimonda Solar an ein portugiesisches Konsortium konnte mit der Qimonda Technologies (XiÂŽan) mittlerweile auch eine auf F&E spezialisierte Tochtergesellschaft in China verkauft werden.
Weitere BeteiligungsverkĂ€ufe stehen in den nĂ€chsten Wochen an. „Auch fĂŒr Betriebsteile an den Standorten MĂŒnchen und Dresden sind FortfĂŒhrungslösungen in Verhandlung“, berichtete der fĂŒr die Qimonda AG, MĂŒnchen, und die Qimonda Dresden GmbH & Co. oHG bestellte Insolvenzverwalter Dr. Michael JaffĂ© heute den GlĂ€ubigern in MĂŒnchen. Bereits in den Wochen zuvor war es gelungen, die Qimonda-Beteiligungen an der Advanced Mask Technology Center GmbH, Dresden, und an der NaMLab gGmbH, Dresden, sowie die Dresden Chip Academy an Interessenten zu verkaufen, die eine FortfĂŒhrung der AktivitĂ€ten gewĂ€hrleisten. Im Zuge des Investorenprozesses haben sich mehrere Interessenten fĂŒr Teilbereiche und Betriebsteile der Qimonda-Standorte Dresden und MĂŒnchen gemeldet. „Wir sind hier auf einem guten Weg, um Entwicklungspotenziale, Technologien und auch ArbeitsplĂ€tze zu sichern“, sagte JaffĂ©. Konkret nannte er dabei fĂŒr MĂŒnchen den Produktbereich „Graphics“. „Die Verhandlungen ĂŒber die FortfĂŒhrung mit einem neuen Investor sind hier in der finalen Phase.“ Auch fĂŒr Dresden gibt es Hoffnung, Ă€hnliche Lösungen fĂŒr Teilbereiche zu finden. So sind Verhandlungen mit einem Interessenten ĂŒber Verkauf und Nutzung eines BĂŒrobaus sowie Reinraums ebenfalls schon weit gediehen. „Unsere BemĂŒhungen, Dresden als Technologiestandort zu erhalten, laufen weiter unter Hochdruck und, zumindest was Teilbereiche angeht, durchaus mit Aussicht auf Erfolg. Sowohl im Interesse der GlĂ€ubiger, weil wir damit höhere Verwertungserlöse generieren können, wie auch im Interesse der Arbeitnehmer und der Region werden wir die sich bietenden Chancen nutzen“, berichtete der Insolvenzverwalter der GlĂ€ubigerversammlung, die ihn einstimmig bestĂ€tigte. Auch der vom Amtsgericht MĂŒnchen eingesetzte GlĂ€ubigerausschuss wurde in seiner personellen Zusammensetzung bestĂ€tigt. BemĂŒhungen um Investoren gehen weiter Über politische Kontakte und auf direktem Weg hatte der Insolvenzverwalter in den vergangenen Tagen und Wochen auch nochmals Versuche unternommen, mit den letzten verbliebenen Interessenten aus China und Russland hinsichtlich einer Gesamtlösung fĂŒr die Qimonda-Standorte in konkrete Verhandlungen einzutreten. Bislang wurde jedoch von deren Seite keine Bereitschaft dazu signalisiert. Im Rahmen einer weltweiten Investorensuche waren ĂŒber 70 potenzielle Investoren angesprochen worden, darĂŒber hinaus gab es eine Vielzahl weiterer Kontakte. Angesichts des anhaltenden Preisverfalls auf dem Weltmarkt fĂŒr Speicher-Chips und der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Perspektive zeigten sich alle Interessenten Ă€ußerst zurĂŒckhaltend. Bislang wurde kein belastbares Angebot fĂŒr eine Qimonda-Gesamtlösung vorgelegt. „Wir suchen weiter das GesprĂ€ch und werden den Investorenprozess aufrechterhalten, solange bis die wesentlichen Vermögensteile verwertet sind. Potenziellen Interessenten können wir auch jetzt noch eine innovative Technologie mit Wettbewerbsvorsprung und die Basisstruktur eines internationalen Hightech-Unternehmens bieten", so JaffĂ©. Derzeit sind in Dresden noch 240, in MĂŒnchen 226 Mitarbeiter bei Qimonda beschĂ€ftigt, die neben der reibungslosen Abwicklung des Insolvenzverfahrens und der Aufrechterhaltung der betrieblichen Grundfunktionen auch den Zugriff auf das fĂŒr die Realisierung potenzieller FortfĂŒhrungslösungen notwendige Knowhow sicherstellen. Die industrielle Speicherchip-Produktion am Standort Dresden ruht seit dem 1. April. Die Maschinen befinden sich in einem Standby-Modus und werden weiter von FachkrĂ€ften gepflegt, um SchĂ€den an den sensiblen Anlagen zu vermeiden. Rund 2.700 ehemalige Qimonda-BeschĂ€ftigte sind derzeit in Transfergesellschaften in MĂŒnchen und Dresden beschĂ€ftigt.
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