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Komponenten | 04 Mai 2009

Qualcomm und ST-Ericsson leuchten, während der Wireless-Chip-Markt abstürzt

Wie schlimm war das 4Q/2008 für die weltweite Wireless-Chip-Industrie? So schlecht, dass das kumulierte Umsatzwachstum von 10% für die ersten 3 Quartale des Jahres 2008 zunichte gemacht wurde – durch einen Rückgang von 23,3% im letzten Quartal. Dadurch wurde bei den Wireless-Chip ein jährliches Wachstum von gerade mal 0,7% erreicht.

Diese Zahlen ergeben sich aus den Verkaufszahlen für anwenderspezifische Chips im Bereich Wireless Applications: Mobiltelefone, Wireless-Infrastruktur-Equipment, Wireless LANs und Connectivity-Produkte. Die Zahlen beziehen sich nicht auf andere Arten von Halbleitern in Wireless Produkten, z.B. Speicher-Chips. "Hersteller von Mobiltelefonen und anderen mobilen Geräten haben im Wesentlichen im 4Q keine Halbleiter mehr bestellt", erklärt Francis Sideco, Senior Analyst, Wireless-Kommunikation, für iSuppli. "Dies ist auf die schwache Nachfrage auf dem Endmarkt für Wireless-Produkte im 4Q zurückzuführen. Zudem gab es in der gesamten Wireless-Lieferkette Anstrengungen die Lagerbestände zu verringern, was die Zahl der Bestellungen weiter bremste." Mit den sich schnell verschlechternden Bedingungen im 4Q, konnten die Wireless-Chip-Hersteller die zukünftige Nachfrageentwicklung nur noch für den nächsten Tag vorhersagen, was den Markt sehr unsicher machte. Qualcomm und ST-Ericsson gewinnen Marktanteile Der führende Wireless-Chip-Hersteller Qualcomm übertraf den Gesamtmarkt 2008 bei Weitem – mit einer 15,3% Einkommenssteigerung. Dies führte dazu, dass Qualcomm seinen Marktanteil auf 21,7% ausbauen konnte – von 19% im Jahr 2007. „Qualcomm profitiert weiterhin von einer starken Nachfrage bei WCDMA und HSPA-Baseband -Chips", erklärte Herr Sideco. Die beigefügte Tabelle zeigt den prozentualen Anteil der Top5 Hersteller bei den Wireless Halbleitern: Qualcomms starke Leistung kommt trotz der Entscheidung der International Trade Commission (ITC-) im Juni 2007 – dem Verbot von US-Import von einigen Mobiltelefonen, welche bestimmte Qualcomm 3G-Chips nutzen. Wie damals von iSuppli prognostiziert, hatte dieses Verbot keinen wesentlichen Einfluss auf den Gesamtumsatz des Unternehmens. Allerdings wurde die beste Leistung – innerhalb der Top5 im Jahr 2008 – von St-Ericsson erzielt, dessen Umsatz um atemberaubende 88,4% anstieg. ST-Ericsson (ein Joint-Venture von ST-NXP Wireless und Ericsson Mobile Platforms) erhöhte 2008 seinen Marktanteil um 4,4 Prozentpunkte, verglichen mit 2007. "ST-Ericsson scheint das Ziel des Joint Venture erreicht zu haben, da das gemeinsame Unternehmen das Niveau in Kapazität und Portfolio-Umfang erreicht, welches neue Marktanteile gewinnen kann. Das Unternehmen hat nun die Top-3 Position am Markt fest im Griff. Der ehemalige Marktführer im Wireless-Chip-Markt – Top2 Texas Instruments – zeigte die schlechteste Leistung innerhalb der Top5 für 2008; die Einnahmen sanken um 22,5%. Das Unternehmen verliert weiterhin Marktanteile, da der größte Kunde – Nokia – Schritte zur Diversifizierung seiner Wireless-Chip Lieferanten eingeleitet hat.
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2019.10.11 15:09 V14.5.0-2