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Komponenten | 10 Februar 2009

Qimonda senkt Kosten und verbessert Produktivität

Der Speicherchip-Hersteller Qimonda hat heute an seinem Standort in Dresden mit der Reduktion der Waferstarts auf etwa ein Viertel der vorhandenen KapazitÀten begonnen. Qimonda trÀgt damit sowohl der Marktentwicklung wie auch der Notwendigkeit Rechnung, Verlust bringende AktivitÀten zu reduzieren und LiquiditÀt zu schaffen.
Gleichzeitig hat Qimonda weitere Fortschritte bei der Entwicklung der 46-nm-Buried Wordline-Technologie erzielt und konnte die Ausbeute des neuen Fertigungsprozesses schneller als ursprĂŒnglich erwartet steigern. „Wir werden die Einschleusung von Wafern in Dresden reduzieren, um Kosten zu sparen und LiquiditĂ€t zu sichern. Diese LiquiditĂ€t setzen wir zielgerichtet ein, um die Entwicklung der 46-nm-Buried Wordline-Technologie, mit der wir eine im Markt fĂŒhrende ProduktivitĂ€t und Effizienz erreichen können, voranzutreiben“, sagte Frank Prein, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Qimonda Dresden GmbH & Co. oHG. „Diesem Vorgehen haben der vorlĂ€ufige Insolvenzverwalter sowie der GlĂ€ubigerausschuss zugestimmt.“ Die reduzierte Einschleusung von Wafern hat zunĂ€chst keine Auswirkung auf Kundenlieferungen. Frei werdende Maschinen werden in einen Standby-Modus versetzt und können ihren Betrieb kurzfristig wieder aufnehmen. Die Entwicklung der neuen 46-nm-Buried Wordline-Technologie, die einen ĂŒberdurchschnittlich großen ProduktivitĂ€tssprung ermöglicht und mehr Energieeffizienz gegenĂŒber vergleichbaren Produkten im Markt bieten, wird unvermindert vorangetrieben. „Die erfolgreiche ProduktivitĂ€tssteigerung ist in der aktuellen Situation nach unserer Überzeugung der beste Weg, um potenzielle Investoren von der ZukunftsfĂ€higkeit von Qimonda zu ĂŒberzeugen“, sagte Thomas Seifert, Finanzvorstand und COO der Qimonda AG. „Sobald ein Investor an Bord ist, kann Dresden auch die Einschleusung in der Produktion wieder erhöhen.“ Erste GesprĂ€che mit potenziellen Interessenten wurden in den vergangenen Tagen bereits gefĂŒhrt. „Es ist jedoch noch zu frĂŒh, um hier eine Bewertung vorzunehmen“, so der vorlĂ€ufige Insolvenzverwalter Dr. Michael JaffĂ© und Kin Wah Loh, Vorstandsvorsitzender der Qimonda AG. Eine Investorenlösung muss bis Ende MĂ€rz gefunden sein, um die FortfĂŒhrung des GeschĂ€ftsbetriebs bei Qimonda zu gewĂ€hrleisten. Es wurden bisher keine endgĂŒltigen Entscheidungen hinsichtlich der zukĂŒnftigen Struktur der Gesellschaft getroffen, einschließlich darĂŒber, ob die GeschĂ€ftsteile, die weitergefĂŒhrt werden können, durch Qimonda gehalten werden oder in eine neue Gesellschaft eingebracht werden, die neuen Investoren gehört. Im letzteren Falle, oder wenn Investoren zur Finanzierung der FortfĂŒhrung von Qimondas Unternehmen nicht gefunden werden können, wĂŒrde die Qimonda AG voraussichtlich liquidiert.
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