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Komponenten | 06 Februar 2009

Infineon mit 28% Umsatzrückgang im 1Q

Der Umsatz von Infineon lag im ersten Quartal bei 830 Millionen Euro und damit 28% unter dem Wert des Vorquartals sowie 24% unter dem Wert des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Der R├╝ckgang gegen├╝ber dem Vorquartal spiegelt einen Umsatzr├╝ckgang in allen operativen Segmenten wider.
Grund war eine signifikant sinkende Nachfrage in Folge des weltweiten Wirtschaftsabschwungs und der Lagerbestandsanpassungen in der gesamten Zulieferkette f├╝r Elektronikprodukte. Am st├Ąrksten betroffen waren die Infineon-Segmente Automotive und Wireless Solutions. Insgesamt lagen die Ums├Ątze des Unternehmens leicht ├╝ber der Erwartung, im Wesentlichen eine Folge des starken US-Dollar im Vergleich zum Euro. Ohne Ber├╝cksichtigung von Wechselkursschwankungen, insbesondere zwischen US-Dollar und Euro, sowie von Akquisitionen und Ver├Ąu├čerungen sank der Umsatz um 32% gegen├╝ber dem Vorquartal und um 26% gegen├╝ber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis aus fortgef├╝hrten Aktivit├Ąten betrug im ersten Gesch├Ąftsquartal minus 116 Millionen Euro. Im Vorquartal lag das Ergebnis aus fortgef├╝hrten Aktivit├Ąten bei minus 297 Millionen Euro. Im ersten Quartal betrug das Ergebnis aus nicht fortgef├╝hrten Aktivit├Ąten, abz├╝glich Steuern, minus 288 Millionen Euro. Dieses Ergebnis setzt sich zusammen aus 93 Millionen Euro f├╝r unrealisierte W├Ąhrungseffekte, die sich im Wesentlichen aus dem Verkauf des Inotera-Anteils durch Qimonda an Micron ergaben, sowie aus 195 Millionen Euro f├╝r R├╝ckstellungen und Wertberichtigungen nach Qimondas Antrag auf Er├Âffnung eines Insolvenzverfahrens. Im ersten Quartal verzeichnete der Infineon-Konzern einen Konzernfehlbetrag in H├Âhe von 404 Millionen Euro. Infineons Kostensenkungsprogramm IFX10+ Im ersten Quartal des Gesch├Ąftsjahrs 2009 erzielte Infineon bei den Kostenreduzierungen im Rahmen von IFX10+ sehr gute Fortschritte. Dies betrifft in erster Linie die Betriebskosten, bei denen das Unternehmen im Gesch├Ąftsquartal gegen├╝ber dem Vorquartal etwa 45 Millionen Euro einsparte. Auch die angek├╝ndigte Anpassung der Mitarbeiterzahl wurde bereits zu gro├čen Teilen umgesetzt. Ende Dezember 2008 waren etwa 85% der entsprechenden Vereinbarungen getroffen oder bereits umgesetzt. Wegen der weltweit anhaltenden schwachen Nachfrage in allen Zielm├Ąrkten hat Infineon weitere Einsparm├Âglichkeiten identifiziert. Diese stammen aus einem B├╝ndel von Ma├čnahmen, die bereits angelaufen sind oder in K├╝rze umgesetzt werden. Dazu geh├Âren unter anderem Kurzarbeit an den Fertigungsstandorten Regensburg und Dresden, die Umstellung des Bonussystems f├╝r das Gesch├Ąftsjahr 2009 sowie eine neue und deutlich restriktivere Reiserichtlinie. Dar├╝ber hinaus hat Infineon im November 2008 seinen Austritt aus dem Arbeitgeberverband erkl├Ąrt, um eine Flexibilisierung der Gehaltsanpassungen zu erzielen. Infineon k├╝ndigte urspr├╝nglich j├Ąhrliche erwartete Einsparungen von mindestes 200 Millionen Euro an und erh├Âhte dieses Ziel im Dezember auf mindestens 250 Millionen Euro. Auf Grund substanzieller zus├Ątzlicher Reduzierungen der Kosten und Einsparungen bei den Zahlungsmitteln, einschlie├člich der oben genannten, strebt Infineon nun j├Ąhrliche Kostenreduktionen von 600 Millionen Euro an. Diese Einsparungen enthalten etwa 200 Millionen Euro bei den Betriebskosten und 400 Millionen Euro bei den Fertigungskosten. Von letzteren werden 300 Millionen Euro dabei helfen, die Auswirkungen des auf Grund der Wirtschaftsabschw├Ąchung niedriger ausfallenden Produktionsniveaus auf die Kosten zumindest teilweise auszugleichen. Neben den oben genannten Einsparungen senkt das Unternehmen im Gesch├Ąftsjahr 2009 sein Budget f├╝r Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Verm├Âgenswerte, einschlie├člich aktivierter Entwicklungskosten, auf etwa 200 Millionen Euro im Vergleich zu den 250 Millionen Euro, die urspr├╝nglich vorgesehen waren. Ausblick f├╝r Infineon auf das zweite Quartal des Gesch├Ąftsjahrs 2009 Die dramatische Abschw├Ąchung der weltweiten Nachfrage, die im ersten Quartal des Gesch├Ąftsjahrs 2009 begann, wird den Erwartungen nach weiterhin betr├Ąchtliche Auswirkungen auf die Gesamtnachfrage im zweiten Quartal haben. Dar├╝ber hinaus geht das Unternehmen davon aus, dass die Lagerbest├Ąnde in der gesamten Zulieferkette f├╝r Elektronikprodukte weiter reduziert werden. Infineon erwartet daher im laufenden Quartal einen R├╝ckgang des Umsatzes aus fortgef├╝hrten Aktivit├Ąten um etwa zehn Prozent gegen├╝ber dem ersten Quartal. Das Unternehmen geht davon aus, dass zus├Ątzliche Sparma├čnahmen, die im Zuge des IFX10+ Programms umgesetzt werden, zu substanziellen zus├Ątzlichen Einsparungen bei Kosten und Zahlungsmitteln f├╝hren, die ├╝ber dem Einsparniveau des Vorquartals liegen. Auf Grund des fortlaufenden Umsatzr├╝ckgangs und einer starken Drosselung der Produktion, um Lagerbest├Ąnde zu senken, erwartet das Unternehmen im zweiten Quartal eine Marge, bezogen auf das Segmentergebnis in Summe, die im Rahmen eines mittleren bis hohen negativen Zehner-Prozentbereichs liegt. Ohne die oben genannten Ma├čnahmen w├╝rden die Auswirkungen des niedrigen Umsatzes und des reduzierten Produktionsniveaus auf das Ergebnis erheblich st├Ąrker ausfallen. Qimonda Durch den Insolvenzantrag von Qimonda k├Ânnte Infineon einer Reihe von erheblichen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Qimonda-Gesch├Ąft ausgesetzt sein. Dies schlie├čt laufende Kartell- und wertpapierrechtliche Verfahren sowie die eventuelle R├╝ckzahlung ├Âffentlicher F├Ârdermittel und mitarbeiterbezogene Eventualverbindlichkeiten ein. Im ersten Quartal des Gesch├Ąftsjahrs 2009 hat Infineon seine R├╝ckstellungen und Wertberichtigungen um 195 Millionen Euro erh├Âht. Diese Summe deckt die Verpflichtungen ab, bei denen das Management davon ausgeht, dass sie wahrscheinlich eintreten k├Ânnten, und die mit hinreichender Genauigkeit zum jetzigen Zeitpunkt eingesch├Ątzt werden k├Ânnen. Es gibt keine Sicherheit, dass diese Summe ausreicht, um allen Verpflichtungen nachzukommen, die in diesem Zusammenhang entstehen k├Ânnten. Infineon geht davon aus, dass die m├Âglichen Zahlungsverpflichtungen, die dem Unternehmen in Zusammenhang mit diesen Angelegenheiten gegebenenfalls entstehen k├Ânnten, wenn ├╝berhaupt, zum gr├Â├čten Teil in Zeitr├Ąumen nach dem Gesch├Ąftsjahr 2009 f├Ąllig w├╝rden. Entwicklung der Segmente im ersten Gesch├Ąftsquartal 2009 Im ersten Quartal ging der Umsatz des Segments Automotive im Vergleich zum Vorquartal erheblich zur├╝ck. Gr├╝nde daf├╝r sind die sich verst├Ąrkende globale Rezession, erhebliche Produktionseinschnitte in den weltweiten Automobilm├Ąrkten und daraus resultierende Lagerbestandsanpassungen bei den Kunden. Die Ums├Ątze im Segment Industrial & Multimarket waren im ersten Quartal ebenfalls signifikant r├╝ckl├Ąufig. Gr├╝nde daf├╝r sind die sich verst├Ąrkende globale Rezession, ein erheblicher R├╝ckgang der weltweiten Nachfrage in den Consumer-, Computer- und Telekommunikationsm├Ąrkten sowie Lagerbestandsanpassungen in der Zulieferkette. Der Umsatz des Segments Chip Card & Security ist im Vergleich zum Vorquartal zur├╝ckgegangen, was in erster Linie auf Lagerbestandsanpassungen bei gro├čen Kunden und auf eine saisonale Schw├Ąche in einem insgesamt ung├╝nstigen Nachfrageumfeld zur├╝ckzuf├╝hren ist. Im ersten Quartal gingen die Ums├Ątze im Segment Wireless Solutions im Vergleich zum Vorquartal erheblich zur├╝ck. Gr├╝nde hierf├╝r sind in erster Linie die drastische Abschw├Ąchung des Marktes sowie Lagerbestandsanpassungen bei den Kunden. Insbesondere ein HSDPA-Kunde reduzierte seine Nachfrage im Vergleich zum hohen Niveau des Vorquartals. Der Umsatz des Segments Wireline Communications sank im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal. Die wichtigsten Gr├╝nde sind die Nachfrageschw├Ąche in der Folge des Konjunkturabschwungs sowie Lagerbestandsanpassungen in der Lieferkette.
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