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Komponenten | 03 Dezember 2008

Infineon: Konzernfehlbetrag von €763 Millionen im 4Q/08

Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten betrug im 4Q minus €244 Millionen. Im dritten Quartal lag das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten bei €45 Millionen. Im vierten Quartal verzeichnete der Infineon-Konzern einen Konzernfehlbetrag von €763 Millionen.

Ergebnisse im vierten Geschäftsquartal Der Umsatz von Infineon lag im 4Q/2008 bei €1.153 Millionen und damit 12% über dem Wert des Vorquartals sowie 2% über dem Wert des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Der Anstieg gegenüber dem Vorquartal reflektiert Umsatzsteigerungen in den beiden Segmenten Communication Solutions und Automotive, Industrial & Multimarket. Das Infineon Ebit lag im 4Q bei minus €220 Millionen gegenüber einem positiven Ebit von €71 Millionen im Vorquartal. Im Infineon Ebit des 4Q waren Netto-Sonderaufwendungen in Höhe von €253 Millionen enthalten, im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Kostensenkungsprogramm IFX10+. Weiterhin enthielt das Infineon Ebit des 4Q €6 Millionen für die Abschreibung auf erworbene immaterielle Vermögensgegenstände, hauptsächlich im Zusammenhang mit dem von LSI Corporation (LSI) übernommenen Geschäft. Im Infineon Ebit des vorausgegangenen Quartals waren Netto-Sondererträge in Höhe von €41 Millionen enthalten, hauptsächlich aus dem Verkauf der Festplatten-Aktivitäten an LSI, sowie von €7 Millionen für die Abschreibung auf solche erworbene immaterielle Vermögenswerte. Das Segmentergebnis in Summe von Infineon betrug im 4Q und nach IFRS €59 Millionen. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten betrug im 4Q minus €244 Millionen. Im dritten Quartal lag das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten bei €45 Millionen. Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten betrug im vierten Quartal minus €519 Millionen. Ausblick für Infineon auf das Geschäftsjahr 2009 Eine Prognose für das Geschäftsjahr 2009 ist nur begrenzt möglich. Infineon geht davon aus, dass sich ein signifikanter Umsatzrückgang im globalen Halbleitermarkt gegenüber dem Niveau von 2008 nicht ausschließen lässt. Basierend auf den aktuellen Prognosen, erwartet das Unternehmen, dass der Gesamtumsatz von Infineon im Geschäftsjahr 2009 um mindestens 15% gegenüber dem Geschäftsjahr 2008 sinken wird. Der Rückgang wird voraussichtlich vor allem auf die Entwicklung im Segment Automotive zurückzuführen sein. Darüber hinaus erwartet Infineon auf Grund der allgemeinen weltweiten Nachfrageschwäche auch einen beträchtlichen Umsatzrückgang in den Segmenten Industrial & Multimarket, Chip Card & Security und Wireline Communications. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr wird im Segment Wireless Solutions auf Grund eines erhöhten Marktanteils voraussichtlich am wenigsten stark ausfallen. Im Segment Industrial & Multimarket werden die Umsätze voraussichtlich durch den Verkauf der Festplatten-Aktivitäten im Geschäftsjahr 2008 beeinflusst. Der starke Umsatzrückgang in Kombination mit den durch die geringe Auslastung der Produktion verursachten Kosten für ungenutzte Kapazitäten wird voraussichtlich dazu führen, dass das Infineon-Segmentergebnis in Summe im Geschäftsjahr 2009 wesentlich niedriger ausfallen wird als das Segmentergebnis in Summe in Höhe von 258 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2008. Das Unternehmen geht davon aus, dass das Segmentergebnis in Summe im Geschäftsjahr 2009 negativ ausfallen wird. Infineons Kostensenkungsprogramm IFX10+ Um auf steigende Risiken im gegenwärtigen Marktumfeld und die nachteilige Wechselkursentwicklung zu reagieren, hat Infineon im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2008 das Kostensenkungsprogramm IFX10+ gestartet. Im vierten Quartal hat das Unternehmen bereits gute Fortschritte in den Bereichen verzeichnet, die im Rahmen von IFX10+ definiert wurden. Im Verlauf des vierten Quartals hat Infineon sein Geschäft mit BAW(Bulk Acoustic Wave)-Filtern an Avago verkauft, eine beträchtliche Reduzierung der Materialkosten erreicht und Prozesse im Bereich der Fertigung optimiert. Darüber hinaus hat das Unternehmen zum Ende Oktober etwa drei Viertel der angekündigten Reduzierung der Mitarbeiterzahl umgesetzt oder entsprechende Vereinbarungen getroffen. Nach US-GAAP wurden Aufwendungen in Höhe von insgesamt 166 Millionen Euro im Zusammenhang mit IFX10+ im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2008 erfasst. Wegen der dramatischen globalen Konjunkturabschwächung seit August 2008 hat das Unternehmen zusätzliche substanzielle Einsparmöglichkeiten, insbesondere bei den Betriebskosten, identifiziert, die über die ursprünglich angekündigten jährlichen Einsparungen von mindestens 200 Millionen Euro bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2009 hinausgehen. Diese zusätzlichen Einsparungen werden jedoch wahrscheinlich durch den gleichzeitigen Rückgang des voraussichtlich unter den ursprünglich geplanten Werten liegenden Umsatzes mehr als ausgeglichen. Die durch geringe Auslastung der Produktion verursachten Kosten für ungenutzte Kapazitäten werden sich zusätzlich negativ auswirken. Infineon kann die Möglichkeit nicht ausschließen, dass sich zukünftig weitere Kosten oder Aufwendungen im Zusammenhang mit IFX10+ oder ähnlichen Maßnahmen ergeben werden.
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