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Komponenten | 15 Juli 2008

Micronas steht weiter stark unter Druck

Der schweizerische Halbleiterhersteller Micronas schreibt weiter rote Zahlen. Im Q2/08 weist das Unternehmen einen Verlust von 8,2 Millionen Franken (rund 5,1 Mio. Euro) aus, 0,4 Millionen Franken mehr als im Vorjahr.
Der Umsatz hat sich gegenĂŒber dem Vorquartal um 13,0 Prozent auf CHF 147,6 Millionen (91,4 Mio. Euro) reduziert. FĂŒr das erste Halbjahr errechnet sich ein Umsatz von CHF 317,2 Millionen. Der Betriebsverlust (EBIT) verschlechterte sich im zweiten Quartal auf CHF 10,1 Millionen. Probleme macht vor allem der Consumer-Bereich. Hier fĂŒhrte die schwache Marktverfassung wie angekĂŒndigt im Vergleich zum ersten Quartal zu einem RĂŒckgang des Umsatzes und einer Erhöhung des Betriebsverlustes. Die in diesem Jahr im Markt erwarteten Wachstumstreiber – die Fussball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele in Peking – konnten bisher kaum wahrgenommen werden. Zudem ĂŒbertrĂ€gt sich der Konkurrenz- und Preiskampf zwischen den Herstellern von TV-EndgerĂ€ten auf die Zulieferer und hĂ€lt die Margen weiter unter Druck. Die ungewissen konjunkturellen Aussichten sollen laut Micronas auch die zweite JahreshĂ€lfte prĂ€gen. Der Bereich Consumer steht zudem immer noch im Zeichen der Restrukturierungsmassnahmen, die planmĂ€ssig umgesetzt werden. Der Umsatz betrug im zweiten Quartal 2008 CHF 94,6 Millionen und lag um 18,4 Prozent unter dem Vorquartal. Der Betriebsverlust (EBIT) betrug CHF 21,5 Millionen. Im Bereich Automotive lag der Umsatz gegenĂŒber dem Vorquartal unverĂ€ndert bei CHF 53.0 Millionen. Der Betriebsgewinn (EBIT) verringerte sich leicht gegenĂŒber dem Vorquartal auf CHF 11.4 Millionen, was einer EBIT-Marge von 21.4 Prozent im zweiten Quartal entspricht. Micronas erwartet im dritten Quartal 2008 einen Umsatz und Betriebsverlust auf gleichem Niveau wie im zweiten Quartal. FĂŒr das Gesamtjahr erwartet Micronas einen Umsatz zwischen CHF 600 und 620 Millionen mit einem Betriebsverlust zwischen CHF 40 und 50 Millionen.
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2019.02.20 12:04 V12.2.3-1