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Komponenten | 19 Mai 2008

Verlässt Ziebart Infineon schon im Mai?

Laut einem Zeitungsbericht wird der Infineon-Chef Wolfgang Ziebart schon Ende des Monats den Konzern verlassen. Damit hÀtte sich Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley durchgesetzt. Aber auch der steht in der Kritik.
Die Börsenzeitung berichtete, dass der Infineon-Chef schon zum 1. Juni das Unternehmen verlassen wolle. Das wiederum bedeutet, dass der noch bis September 2009 laufende Vertrag vorzeitig beendet werden wĂŒrde. Momentan wurde man die ModalitĂ€ten des RĂŒckzugs verhandelt, heißt es weiter. Der RĂŒcktritt Ziebarts war erwartet worden. Hintergrund der Ablösung ist ein Streit mit Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley ĂŒber wesentliche Strategiefragen. Auf der Hauptversammlung Mitte Februar hatte der Aufsichtsratschef den Vorstand zudem vor den AktionĂ€ren gerĂŒgt und dazu aufgefordert, den Konzern endlich profitabel zu machen. Innerhalb des Aufsichtsrats gebe es angesichts der Personalquerelen und der schwachen wirtschaftlichen Situation des Chipkonzerns Verwerfungen, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters eine mit der Situation vertraute Person. Allerdings gibt es auch Unmut an Kleys Vorgehensweise und eine Gruppe von Kontrolleuren, darunter die Vertreter der IG Metall, gingen zunehmend auf Distanz zu Kley, berichtet FTD. Sollte Ziebert seinen RĂŒcktritt zur Aufsichtsratssitzung am 31. Mai einreichen, kĂ€me er damit auch einer offiziellen Abberufung zuvor. Kandidaten fuer die Nachfolge gibt es auch schon. Laut Presseberichten könnte Peter Bauer, Vorstand der Automobil- und Industrieelektroniksparte, den Chefposten ĂŒbernehmen. Finanzchef Marco Schröter werden ebenfalls Chancen eingerĂ€umt. Dass Kley selbst das Amt ĂŒbernimmt, gilt Konzerninsidern zufolge als unwahrscheinlich. Mit einem RĂŒcktritt Ziebarts wird auch eine Fusion zwischen Infineon und einem anderen Chipkonzern wahrscheinlicher. Wie evertiq berichtete, hat Kley NXP fuer eine Fusion im Visier. Infineon will sich zu diesen Presseberichtennicht Ă€ussern. "Wir kommentieren das nicht", sagte ein Sprecher der swissinfo.
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