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Komponenten | 19 MĂ€rz 2008

Mikroelektronik-Studie zeigt Zukunft für Silicon Saxony

Die Stadt Dresden hat gemeinsam mit Dresdner Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Mikroelektronik eine Studie ĂŒber die Zukunft des Mikroelektronik-Standortes Silicon Saxony in Auftrag gegeben.
„Die Region Dresden ist unbestritten der fĂŒhrende Mikroelektronikstandort in Europa und weltweit auf dem fĂŒnften Platz. Jeder zweite europĂ€ische Chip wird in Dresden produziert. Mit etwa 44 000 BeschĂ€ftigten in 1 200 Unternehmen Weiterhin empfehlen die Gutachter, ein abgestimmtes gemeinsamen „Imagebild" von Dresden und Sachsen fĂŒr die Branche und eine langfristig angelegte Technologie-Entwicklungsstrategie (eine sogenannte „Roadmap") zu erarbeiten. Im Bereich der Grundlagenforschung im Softwarebereich wurde u. a. die GrĂŒndung eines entsprechenden Institutes angeraten. Als grĂ¶ĂŸtes Problem fĂŒr den Standort wird die BefĂŒrchtung angesehen, dass „Leuchtturm-Unternehmen" mit Neuinvestitionen abwandern. Hier setzen die Unternehmen jedoch selbst positive Signale: AMD kĂŒndigte an, noch in diesem Jahr leistungsfĂ€higere Prozessoren in der 45-Nanometer-Technologie und Vierkerne-Chips in Dresden zu produzieren. Qimonda hatte erst vor wenigen Tagen bekannt gegeben, die weltweit neuartige „Buried Word Line" Technologie zuerst in Dresden einzufĂŒhren. Die Verfasser der Studie haben EntscheidungstrĂ€gern im Netzwerk von Silicon Saxony eine Reihe von Handlungsempfehlungen gegeben. So wird es als dringliche Aufgabe angesehen, organisatorische Voraussetzungen fĂŒr den Aufbau professioneller Clustermanagement-Strukturen im Verein zu schaffen. Des Weiteren wird eine Energiekonzeption vorgeschlagen, bei der sich die Stadt Dresden mit regionalen Versorgungsunternehmen ĂŒber alternative Lösungen zur Senkung der Energiekosten verstĂ€ndigt. Am 17. MĂ€rz 2008 erfolgte der Baustart fĂŒr das NanoelektronikZentrum an der Maria-Reiche Straße im Dresdner Norden. Dieses Technologie- und GrĂŒnderzentrum, welches bereits ab Mitte 2008 fĂŒr erste Mieter zur VerfĂŒgung steht, ergĂ€nzt die Technopole MiNaPolis - die Konzentration von Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Mikro- und Nanoelektronik im Dresdner Norden. Große Bedeutung fĂŒr die weitere StĂ€rkung des Clusters hat die intensive internationale Vermarktung der Standortpotenziale. Aufbauend auf die sehr gute Resonanz der gemeinsamen Messeauftritte des Netzwerkes Silicon Saxony, der Stadt Dresden und der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH des vergangenen Jahres stehen auch 2008 Beteiligungen an der SEMICON West in San Francisco und SEMICON Europe in Stuttgart, den weltweit bedeutendsten Messen der Halbleiterindustrie, auf dem Messeplan.
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-2