Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Komponenten | 13 März 2008

Deutscher Halbleitermarkt wächst 2008 vier Prozent

„Im Jahr 2008 wird der deutsche Halbleitermarkt voraussichtlich um vier Prozent auf knapp über elf Milliarden Euro Umsatz wachsen“, berichtet Dr. Ulrich Schaefer, Vorsitzender der Fachgruppe ‚Halbleiter Bauelemente’ im ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems.

Das Wachstum werde gestützt durch einen Umsatzanstieg von 4% in dem Bereich Diskrete Bauelemente, Opto-Halbleiter und Sensoren/Aktoren sowie bei den ICs. Der Umsatzrückgang des deutschen Halbleitermarktes von 4,1 Prozent (auf Euro-Basis) im Jahr 2007 ist zum Großteil auf die Währungskursveränderungen zwischen dem sehr schwachen Dollar und dem starken Euro zurückzuführen. Auf Dollar-Basis entspricht dieser Umsatzrückgang einem Umsatzwachstum von 4,4 Prozent. Der Absatz von ICs liegt deutlich über dem sich seit Jahren abzeichnenden langfristigen Wachstum der IC-Stückzahlen. Ob der Überschuss von 21 Milliarden ICs auf einen Aufbau von Lagerbeständen oder auf einen sprunghaften Anstieg des Bedarfs zurückzuführen ist, sei bisher unklar, so Schaefer. In Deutschland ist bei den Produktsegmenten Diskrete Bauelemente, Opto-Halbleiter und Sensoren/Aktuatoren nach einem Wachstum im Jahr 2006 im vergangenen Jahr der Umsatz um 14% eingebrochen. Dies ist zum Großteil wechselkursbedingt. 2008 wird unter Annahme eines festen Wechselkurses ein Wachstum von 4% erwartet. Bei ICs hingegen ist 2007 ein Umsatzrückgang von 1,5% zu verzeichnen. Für 2008 erwartet der ZVEI hierfür eine Erholung mit einem vierprozentigen Wachstum. Die Industriesparte hat sich im vergangenen Jahr mit einem Umsatzplus von 4% auf 15% Marktanteil gut entwickelt – nach 12% Umsatzwachstum im Vorjahr. Die Ursache hierfür sieht der Verband unter anderem im gewachsenen Bedarf der Chipkartenbranche. Die positive Entwicklung des Abnehmersegments Automotive hat sich mit einem Prozent Umsatzwachstum für 2007 nach plus 10% im Vorjahr geschwächt fortgesetzt. Die Ursache hierfür liegt jedoch im Wechselkursverhältnis und nicht in einer Abnahme der Stückzahl, teilt der ZVEI weiter mit. Der Automotive-Marktanteil beträgt in Deutschland nunmehr 35%. Zusammen mit Japan dominiert Deutschland mit einem gemeinsamen Marktanteil von 50% der Weltproduktion das Automotive-Segment. Die Datentechnik hat 2007 ihren Umsatz stabil gehalten, nach einem Minus von 15% im Vorjahr. Ihr Marktanteil liegt nun bei 32%. Der Marktanteil des Segments Kommunikation ist durch einen Umsatzrückgang von 25% auf 15% gesunken. Trotz eines Umsatzverlustes von 13% bei der Konsumelektronik bleibt deren Marktanteil stabil bei 3%. Bei Betrachtung der Umsatzentwicklung in den letzten zehn Jahren zeigt die Datentechnik sowie die Industrieelektronik eine Konstanz bei ca. 32% bzw. 15% Marktanteil, wohingegen die Kommunikation 14% und die Konsumelektronik 3% Marktanteil verloren haben. Das inzwischen stärkste Segment stellt Automotive mit einem Zuwachs von 14% Marktanteil. Zum Umsatzzuwachs des Welthalbleitermarkts hat im vergangenen Jahr insbesondere das Wachstum der ICs von 4% Prozent auf knapp $218 Milliarden beigetragen. Ein geringer Umsatzzuwachs ist auch bei der Sparte Diskrete Bauelemente mit 1,3% auf $16,8 Milliarden zu verzeichnen. Der Umsatz mit Opto-Halbleitern ist um 2,3% auf $15,9 Milliarden und der mit Sensoren/Aktoren ist um 4% auf $5,1 Milliarden gesunken. Für 2008 prognostiziert der ZVEI für den weltweiten Halbleitermarkt ein Wachstum von 7% auf knapp $275 Milliarden Umsatz. Dabei erwartet die Branche bei den ICs einen Zuwachs von 7%, bei den Sensoren/Aktoren neun Prozent, bei den Opto-Halbleitern elf Prozent und bei den Diskreten Bauelementen 6%. Die Aufteilung nach Marktsegmenten zeigt für den Welthalbleitermarkt für 2007, dass die Datentechnik mit 42% Marktanteil immer noch nahezu jeden zweiten Halbleiter verbraucht. Zweitstärkste Branche bleibt die Kommunikation mit einem Anteil von 21%. Die Konsumelektronik konnte bei gutem Wachstum fast gleichziehen und hält inzwischen den dritten Rang mit einem Marktanteil von ebenfalls 21%. Die Automobilelektronik konnte mit einem Umsatzwachstum von 10% ihren Anteil bei 8% halten. Die Industriesparte musste einen Umsatzrückgang von 7% hinnehmen und hat jetzt einen Marktanteil von 8%. „Die Entwicklung der Regionalmärkte ist sehr unterschiedlich“, berichtet Schaefer. Europa und Amerika besaßen im Jahr 2007 nahezu den gleichen Elektronikbedarf. Da sich in Europa nach einem Rückgang im Jahr 2006 die Elektronikindustrie 2007 stabilisiert hat, liegt dies im Wesentlichen an einem Umsatzverlust in Amerika aufgrund von Fertigungsverlagerungen nach Asien. Asien/Pazifik hingegen scheint sich bei einem Marktanteil von 50% zu stabilisieren, da das regionale Wachstum nur noch sehr gering über den weltweiten Wachstumsraten liegt. Japan hingegen verzeichnet seit 2004 einen leichten Rückgang und zeigt in den letzten zehn Jahren einen weitgehend konstanten Markt, der wesentlich durch die high-end-Konsumelektronik getrieben ist. Der europäische Markt ist im Jahr 2007 mit 2,7% fast so stark wie der Welthalbleitermarkt gewachsen. Die Zunahme hat bei ICs drei Prozent, bei Sensoren/Aktoren 4,7% sowie bei Diskreten Bauelementen 0,4% betragen. Einen leichten Umsatzrückgang von 1,2% hingegen hatten Opto-Halbleiter zu verzeichnen. Für 2008 erwartet der ZVEI für Europa ein solides Wachstum von 5%. Im Jahr 2007 stellte die Datentechnik trotz einer Umsatzverringerung von drei Prozent mit 35% das größte Marktsegment in Europa dar. Durch einen Umsatzzuwachs von 14 Prozent auf einen Marktanteil von 21 Prozent verdrängt die Automotive-Branche die bisher zweitstärkste Sparte Kommunikation mit einem Umsatzrückgang von zwei Prozent und einem resultierenden Marktanteil von 20% auf Platz drei. Auch einen starken Umsatzgewinn von dreizehn Prozent verzeichnet das Segment Industrie und hält damit einen Marktanteil von 14 Prozent. Die Konsumelektronik hält mit einem Umsatzgewinn von einem Prozent ihren Marktanteil bei zehn Prozent konstant.
Weitere Nachrichten
2019.06.17 21:26 V13.3.21-2