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Komponenten | 28 Februar 2008

Verbundprojekt für gedruckte Elektronik gestartet

Die Unternehmen PolyIC, BASF, Evonik Industries, Elantas Beck und Siemens haben ein vom Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Verbundprojekt mit dem Namen „MaDriX“ gestartet. Mit diesem Projekt wird die Entwicklung leistungsfĂ€higerer gedruckter Funketiketten (Radio Frequency Identification, RFID) vorangetrieben.
Die aktuelle Generation der RFID-Etiketten enthĂ€lt Siliziumchips und wird aufgrund ihres aufwĂ€ndigen Herstellungsverfahrens ĂŒberwiegend fĂŒr die Kennzeichnung teurer Produkte eingesetzt. Mit Hilfe der Technologie der gedruckten Elektronik können RFID-Etiketten kostengĂŒnstiger hergestellt werden. Dazu trĂ€gt die Entwicklung neuer Materialien wie elektrisch leitender und halbleitender Kunststoffe bei. Diese werden in hochproduktiven Druckverfahren zur Herstellung kostengĂŒnstiger RFID-Etiketten eingesetzt. Damit eignen sich die gedruckten Funketiketten fĂŒr die Kennzeichnung preiswerterer KonsumgĂŒter und könnten die bisher bekannten Barcodes ablösen. Bei dem fĂŒr drei Jahre geplanten Gemeinschaftsprojekt hat PolyIC die KonsortialfĂŒhrerschaft ĂŒbernommen. Die Gesamtinvestitionssumme belĂ€uft sich auf rund 15 Millionen Euro, an denen sich das BMBF mit rund acht Millionen Euro beteiligt. Das Projekt wird im 5. Rahmenprogramm „SchlĂŒsseltechnologien – Forschung fĂŒr Innovationen Bereich Kommunikationstechnologie“ des BMBFs gefördert. ProjekttrĂ€ger ist das DLR – Deutsches Zentrum fĂŒr Luft- und Raumfahrt e.V. Mit „MaDriX“ sichern die beteiligten Unternehmen zusammen mit dem Bundesministerium die derzeit fĂŒhrende Position des Forschungsstandorts Deutschland im Bereich der gedruckten Elektronik. Mit RFID-Etiketten ausgezeichnete Waren lassen sich per Funk identifizieren und kommen in der Warenlogistik bis hin zur Supermarktkasse zum Einsatz. DarĂŒber hinaus werden Produkte fĂ€lschungssicherer. Eine schrittweise MarkteinfĂŒhrung gedruckter RFID-Etiketten ist innerhalb der nĂ€chsten zehn Jahre realistisch. Ein wesentlicher SchlĂŒssel zum Erfolg von „MaDriX“ ist die enge Zusammenarbeit der Unternehmen. PolyIC beschĂ€ftigt sich mit den Themen Bauelementcharakterisierung und Prozessentwicklung sowie mit dem Aufbau von Demonstratoren. BASF, Evonik Industries und Elantas Beck steuern neue Materialien zur Herstellung von Halbleitern und Isolatoren bei, die in elektronischen Schaltungen eingesetzt werden. FĂŒr die QualitĂ€tskontrolle im Druckprozess entwickelt Siemens neue Verfahren im Bereich der optischen Echtzeit-Druckinspektion. DarĂŒber hinaus arbeiten mehrere UniversitĂ€ten sowie Forschungsinstitute an „MaDriX“ mit.
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