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Komponenten | 30 Januar 2008

Infineon drängt auf Trennung von Qimonda

Nach den hohen Verlusten von Qimonda im ersten Quartal des Geschäftsjahres will sich Infineon weiterhin rasch von seiner Speicherchip-Tochter trennen. Allerdings ist derzeit eine deutliche Verbesserung der Lage bei Qimonda nicht in Sicht, was einen Verkauf nicht gerade einfach macht.

"Das Umfeld ist ein wenig schwierig", sagte Infineon-Finanzvorstand und Qimonda-Aufsichtsratschef Peter Fischl gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa. Trotzdem soll spätestens bis zur Hauptversammlung 2009 die Beteiligung von derzeit gut 77 auf deutlich unter 50 Prozent sinken. Nach drastischen Verlusten zum Start ins neue Geschäftsjahr sieht die Infineon-Tochter noch keine durchgreifende Erholung der Preise für Speicherchips. "Derzeit haben sich die DRAM-Preise auf niedrigem Niveau stabilisiert, und das verkaufte Volumen im Markt ist gesund", sagte Qimonda-Chef Kin Wah Loh. Es lasse sich aber nicht prognostizieren, wann sich die Preise nachhaltig erholen. "Im aktuellen Marktumfeld ist es oberste Priorität, unsere Stückkosten zu reduzieren und unsere Produktivität zu verbessern." Im ersten Quartal 2007/08 (30. September) hatte Qimonda einen Verlust von 598 Millionen Euro verbucht nach einem Minus von 265 Millionen Euro im Vorquartal. Der drastische Preiseinbruch verdecke die Fortschritte, die Qimonda erzielt habe, sagte Loh. So seien das Produktportfolio verbreitert und die Produktivität erhöht worden. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Qimonda mit einem deutlichen Anstieg der Nachfrage. Mit konkreten Umsatz- und Ertragsprognosen hält sich das Unternehmen wegen der starken Schwankungen im Markt weiter zurück.
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