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© Kioxia
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Chip-Hersteller Kioxia und Western Digital wollen Fusion

Der japanische Chiphersteller Kioxia Holdings und sein US-amerikanischer Konkurrent Western Digital werden sich voraussichtlich noch in diesem Monat auf eine Fusion einigen. Das berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dadurch würde der weltweit führende Hersteller von Speicherchips entstehen.

Wie die Zeitung "The Japan Times" berichtet, wollen die beiden Unternehmen eine Holdinggesellschaft gründen, um ihre Aktivitäten bei der Herstellung von NAND-Flash-Speicherchips, die in PCs und Smartphones weit verbreitet sind, zu integrieren. Den Quellen zufolge soll das neue Unternehmen an der amerikanischen Börse Nasdaq notiert werden. Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Chiphersteller angesichts der schwächelnden Nachfrage nach Halbleitern einem harten globalen Wettbewerb ausgesetzt sind.

Das neue Unternehmen soll zu mehr als 50 Prozent den Aktionären von Western Digital gehören, während die Aktionäre von Kioxia den Rest der Anteile halten werden. Zu den Kioxia-Aktionären gehört auch Toshiba, das rund 40 Prozent an dem Chiphersteller hält. Der gemeinsame Marktanteil von Kioxia und Western Digital bei NAND-Speicherchips lag im März bei 35,4 Prozent und damit höher als der des führenden Herstellers Samsung Electronics aus Südkorea, auf den 34,3 Prozent entfielen.

Allerdings ist noch unklar, ob die Regulierungsbehörden in Übersee, darunter auch die chinesischen, der Fusion zustimmen werden, da Halbleiter für die Gewährleistung der wirtschaftlichen Sicherheit auf der ganzen Welt immer wichtiger geworden sind. Um die Fusion zu beschleunigen, erwägen Großbanken wie die MUFG Bank und die staatlich unterstützte Development Bank of Japan offenbar die Bereitstellung von Krediten in Höhe von bis zu umgerechnet etwa 12,7 Milliarden Dollar, so die Quellen.


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2024.06.13 13:49 V22.4.55-2