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Axithra wirbt 10-Millionen-Euro-Startkapital ein

Axithra, ein neues Spin-off von imec und der Universität Gent, hat eine 10 Millionen Euro Startkapitalrunde für die ersten zwei Jahre der Forschung und Entwicklung bekannt gegeben. Axithra entwickelt eine Technologieplattform für therapeutisches Drug Monitoring (TDM) zur schnellen und genauen Messung von Medikamentenkonzentrationen im Blut eines Patienten.

Die von imec.xpand geleitete und von Kurma Partners mitgetragene Seed-Runde beläuft sich auf 10 Millionen Euro und wurde von einer starken Investorenbasis unterstützt, zu der Qbic, Noshaq, White Fund und Wallonie Entreprendre sowie die Unternehmen Hamamatsu Photonics und Werfen Diagnostics gehören.
 

Bei vielen Medikamenten ist die richtige Dosierung entscheidend, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Wenn ein Medikament in unzureichenden Dosen verabreicht wird, verliert es an Wirksamkeit, während überhöhte Dosen toxische, möglicherweise tödliche Nebenwirkungen verursachen können. Axithra will eine auf optischer Technologie basierende Plattform zur therapeutischen Arzneimittelüberwachung (TDM) entwickeln. Sie zielt auf eine schnelle und genaue Messung der Medikamentenkonzentration im Blut ab, um bei Bedarf eine rechtzeitige Anpassung der Dosierung zu ermöglichen.

Als erste Anwendung werde das Spin-off seine Technologie einsetzen, um die Konzentration von Beta-Laktam-Antibiotika im Blut eines Patienten zu messen, heißt es in einer Pressemitteilung. Diese Klasse von Antibiotika werde bei weitem am häufigsten zur Behandlung oder Vorbeugung von bakteriellen Infektionen eingesetzt und wird jedes Jahr Millionen von Intensivpatienten verabreicht. Die Plattform von Axithra soll sicherstellen, dass die Behandlungen optimal auf den einzelnen Patienten zugeschnitten werden können. Mit der Zeit würden dann auch andere Medikamentenklassen in die Pipeline aufgenommen.

„Angesichts der großen Unterschiede zwischen den Patienten auf der Intensivstation wird uns diese Entwicklung in die Lage versetzen, unsere Patienten mit schweren Infektionen besser zu behandeln und sie vor möglichen Schäden zu schützen. Da die derzeitigen Lösungen lange Reaktionszeiten haben, wird uns die Plattform von Axithra dabei helfen, schneller einzugreifen, die Ergebnisse bei schweren Infektionen zu verbessern und die Verweildauer der Patienten auf der Intensivstation zu verkürzen, wodurch auch die Kosten sinken“, sagt Professor Jan De Waele, Intensivmediziner am Universitätsklinikum Gent und designierter Präsident der Europäischen Gesellschaft für Intensivmedizin.

Axithra sei ein perfektes Beispiel dafür, wie Prozesse, die für die Halbleiterindustrie entwickelt wurden, nun im Bereich der Biowissenschaften genutzt werden, heißt es in der Mitteilung weiter.

„Unsere Raman-on-Chip-Technologie ist die Grundlage der Lösung von Axithra. Die Raman-Spektroskopie ist eine weit verbreitete Technik zur genauen Identifizierung und Quantifizierung von Molekülen. Die Integration auf einem Photonik-Chip macht diese Technik viel empfindlicher“, so Professor Roel Baets.

„Ich freue mich über diese breite, einander ergänzende Investorenbasis, einschließlich der regionalen und strategischen Unterstützung. Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam unsere TDM-Plattform zu einem echten Game-Changer ausbauen können. Dank der Einfachheit und Schnelligkeit unserer Plattform können wir die Medikation für jeden einzelnen Patienten individuell anpassen, selbst bei sich schnell ändernden Bedingungen“, so Dr. Leander Van Neste, CEO von Axithra.


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2024.03.01 09:18 V22.3.47-2