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Markt |

Kongo will bei Germanium-Lieferungen in die Bresche springen

Die Demokratische Republik Kongo will mögliche Ausfälle chinesischer Rohstoff-Lieferungen für die Chip-Industrie auffangen. Man werde Germanium produzieren, um Material zu ersetzen, das auf dem Markt nicht verfügbar ist, zitiert Reuters Guy Robert Lukama, den Chef des staatlichen Bergbaukonzerns Gecamines.

China verlangt ab August für den Export von Gallium und Germanium, die wichtige Rohstoffe für die Chip-Industrie sind, eine Lizenz (Evertiq berichtete). Dies schürt Befürchtungen, dass die Volksrepublik die Lieferungen einschränkt. Experten sehen in der Ankündigung eine Vergeltungsmaßnahme für das US-Verbot des Exports von Hochleistungschips sowie von Maschinen für deren Produktion.

Der staatliche Bergbaukonzern Gecamines hatte sich bereits im Frühjahr die Finanzierung für ein neues Werk zur Gewinnung von Rohmaterialien für die Halbleiter-Herstellung gesichert. Die Republik Kongo ist die weltgrößte Lieferantin von Kobalt und eines der größten Förderländer von Kupfer. Der afrikanische Staat will darüber hinaus verstärkt Rohstoffe fördern, die für eine umweltfreundliche Transformation der Wirtschaft notwendig sind. Hierzu gehören das in Elektroauto-Batterien benötigte Lithium, Zinn oder auch Seltene Erden.


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2024.03.01 09:18 V22.3.47-1