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© Meyer Burger
Markt |

Meyer Burger kündigt Produktion in den USA an

Der Solarzellenhersteller Meyer Burger siedelt wegen dort winkender Milliarden-Subventionen Produktionskapazitäten in den USA an. Das Unternehmen hat einen langjährigen Abnahmevertrag mit dem Großhändler BayWa re für Solarzellen aus US-Produktion angekündigt. Dabei hat das Unternehmen explizit auf das Subventionsprogramm Inflation Reduction Act (IRA) hingewiesen.

Wörtlich heißt es, es gehe darum, die heimische Solarindustrie in den USA zu unterstützen. Meyer Burger plant offenbar seinen Ausbau in den USA zulasten von Investitionsplänen in Deutschland. In den USA rolle man für Neuansiedlungen von Werken und Absatz von Solarmodulen den roten Teppich aus, zitierte das Nachrichtenportal ZDFheute.de aus einem entsprechenden Schreiben des Unternehmens an Bundesfinanzminister Christian Lindner.

Meyer Burger, gegründet in der Schweiz, entwickelt dort Solarzellen und -module, die bislang in Deutschland gefertigt werden. In Thalheim in Sachsen-Anhalt beschäftigt das Unternehmen rund 350 Mitarbeiter. Die Produktionskapazität dort soll eigentlich von aktuell 1,4 Gigawatt pro Jahr auf rund 15 Gigawatt bis 2027 steigen, wie das ZDF-Portal weiter berichtet. Wie Meyer Burger nun erklärt, setzt das Unternehmen derzeit aber vor allem auf eine Fertigungsstätte in Goodyear im US-Bundesstaat Arizona. Der Bau eines Werks für zwei Gigawatt Leistung werde dort derzeit abgeschlossen. Die Anlage werde zum Ausbau der US-amerikanischen Solarindustrie beitragen und über 500 qualifizierte Arbeitsplätze in der Produktion schaffen, heißt es weiter.

Der Chef von Meyer Burger, Gunter Erfurt, fordert von Deutschland und der EU mehr Unterstützung für seine Branche. In Europa gebe es sehr schlechte Marktbedingungen. Er beklagt dabei Handelsbarrieren etwa durch Einfuhrzölle für Materialien, die es in Europa nicht zu kaufen gebe. Wenn nichts getan werde, um die europäischen Modulhersteller zu schützen, werde auch niemand hier investieren, so Erfurt.


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2024.05.14 07:33 V22.4.46-1