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Markt |

Wolfspeed und ZF eröffnen Zentrum für Siliziumkarbid

Im Rahmen ihrer Anfang des Jahres bekannt gegebenen strategischen Partnerschaft haben ZF und Wolfspeed Inc. ihre Pläne veröffentlicht, ein gemeinsames europäisches Forschungs- und Entwicklungszentrum für Siliziumkarbid-Leistungselektronik in der Metropolregion Nürnberg zu gründen.

Wie es in einer Mitteilung heißt, werde die neue gemeinsame Forschungseinrichtung von der deutschen Bundesregierung und der bayerischen Landesregierung unterstützt. Wie die geplante Siliziumkarbid-Chipfabrik von Wolfspeed im saarländischen Ensdorf steht die Finanzierung des neuen Zentrums unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Europäische Kommission im Rahmen des EU-Programms „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI). Auch die vorherige Zustimmung der zuständigen Behörden, insbesondere der Kartellbehörden, ist noch erforderlich.

Ziel sei es, die beiden Anlagen zum Eckpfeiler eines neuen europäischen Siliziumkarbid-Technologie-Netzwerks auszubauen. Die Arbeiten werden beginnen, sobald die IPCEI-Finanzierungsgenehmigung für beide Projekte vorliegt, was im Laufe dieses Jahres erwartet wird. Ziel der Zusammenarbeit ist es, zukunftsweisende Innovationen für Siliziumkarbid-Systeme, -Produkte und -Anwendungen zu entwickeln, die die gesamte Wertschöpfungskette vom Modul bis zum Komplettsystem abdecken und so die Zeit bis zur Markteinführung erheblich verkürzen.

ZF und Wolfspeed arbeiten mit weiteren führenden Organisationen aus Wissenschaft und Industrie zusammen, um ein umfassendes europäisches Siliziumkarbid-Technologie-Netzwerk aufzubauen. Zu diesem Zweck wird ZF seine Mitgliedschaft im European Center of Power Electronics (ECPE) nutzen und wichtige Forschungsergebnisse auf europäischer Ebene austauschen. Im Laufe der Zeit soll sich das Forschungszentrum zu einem Elektronik- und Halbleiter-Campus entwickeln.

„Das Forschungszentrum ist von herausragender Bedeutung für die Energie- und Mobilitätswende in der EU und unterstützt die strategischen Ziele Europas. Darüber hinaus treibt die Optimierung der Siliziumkarbid-Technologie den industriellen Wandel voran und stärkt die Unabhängigkeit der europäischen Lieferketten“, sagt Dr. Holger Klein, Vorstandsvorsitzender von ZF.

„Diese Forschungseinrichtung stärkt unsere Partnerschaft mit ZF und unterstreicht unser langfristiges Engagement, unser Know-how aus mehr als 35 Jahren Erfahrung in der Siliziumkarbid-Leistungselektronik in hochmoderne Lösungen für unsere Industriepartner umzusetzen“, so Gregg Lowe, CEO von Wolfspeed Inc.


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2024.04.15 11:45 V22.4.27-2
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