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© micron Markt |

Micron fährt Investitionen deutlich zurück

Nach hohen Verlusten zum Auftakt des neuen Geschäftsjahres tritt der Halbleiterkonzern Micron Technology auf die Kostenbremse. Investitionen sollen massiv zurückgefahren werden, hat der größte Speicherchiphersteller der USA mitgeteilt.

Zudem wolle Micron zehn Prozent der zuletzt bestehenden 48.000 Stellen abbauen. Auch sollen Boni konzernweit gestrichen werden und die Gehälter im Management sinken, berichtet dpa. Ein Aktienrückkaufprogramm wurde ausgesetzt. Bereits im vergangenen Monat hatte der Konzern angekündigt, die Produktion um rund 20 Prozent zurückzufahren.

Speicherchipkonzerne sehen sich momentan großen Problemen ausgesetzt. Konsumenten würden sich wegen der hohen Inflation und den unsicheren Aussichten mit dem Kauf neuer Smartphones, Laptops und PCs, in denen diese Chips vorzugsweise verbaut werden, zurückhalten. Gerätehersteller sitzen selbst auf hohen Lagerbeständen und würden diese zunächst abbauen, bevor sie neue Aufträge an die Chiphersteller vergeben.

Micron hatte im ersten Geschäftsquartal einen rapiden Umsatzrückgang sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch dem Vorjahr verzeichnet. Die Erlöse sanken auf rund 3,9 Milliarden Euro, nach 6,6 Milliarden Dollar in den drei Monaten zuvor. Unter dem Strich stand demnach ein Nettoverlust von 195 Millionen Dollar. Nach Angaben des Konzerns dürfte es schwierig werden, 2023 wieder in die Gewinnzone zurückzukehren.

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2023.01.25 00:30 V20.12.1-1
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