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Komponenten | 03 Dezember 2007

Qimonda und Infineon beenden Zusammenarbeit in Dresden

Die Qimonda AG will die 200-Millimeter-Fertigung in Dresden bis Anfang des kommenden Jahres auslaufen lassen und auf eine 300-Millimeter-Fertigung umstellen. Infineon und Qimonda beenden damit die gemeinsame Speicherproduktion in Dresden.
Die Infineon-Speicherchip-Tochter Qimonda hat ein entsprechendes Lieferabkommen mit Infineon zum 1. M├Ąrz 2008 gek├╝ndigt. Hintergrund sei der Preisverfall. "Die Preise f├╝r Speicherchips sind um 80 Prozent abgest├╝rzt, die Fertigung auf 200-Millimeter-Scheiben lohnt sich nicht mehr", sagte Qimonda-Gesch├Ąftsf├╝hrer Wolfgang Schmid in Dresden. Von dem Schritt sollen laut Infineon insgesamt rund 600 Leiharbeiter bei Infineon und Qimonda betroffen sein. Jedes der beiden Unternehmen werde rund 300 Leiharbeiter an die Zeitarbeitsfirmen zur├╝cktransferieren, sagte die Dresdner Infineon-Sprecherin Diana Rulle. Ihren Angaben zufolge hat Infineon rund 400, Qimonda etwa 500 Leihkr├Ąfte. Die bei Qimonda entstehende Personall├╝cke solle durch Infineon-Mitarbeiter gef├╝llt werden. "Wir streben aber an, betriebsbedingte K├╝ndigungen zu vermeiden", sagte sie. Details m├╝ssten nun mit dem Betriebsrat ausgehandelt werden. Qimonda und Infineon hatten erst im Januar den Vertrag ├╝ber die Nutzung der 200-Milimeter-Fabrikkapazit├Ąten in Dresden um zwei Jahre verl├Ąngert. Den Schwerpunkt der Qimonda-Aktivit├Ąten in Dresden bilden die 300-Millimeter-Fertigung sowie Forschung und Entwicklung. Infineon wird sich in Dresden auf Logik konzentrieren, als Kompetenzzentrum f├╝r Bausteine in Strukturbreiten von 250 bis 90nm, die in Automobil-, Sicherheits- und Kommunikationsanwendungen zum Einsatz kommen. Qimonda hat in Dresden rund 3400 feste Mitarbeiter, Infineon etwa 2300. Infineon h├Ąlt derzeit noch rund 78 Prozent an Qimonda, will aber nach und nach weiter aussteigen.
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