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© Leoni Markt | 04 November 2022

Leoni veröffentlicht vorläufige Zahlen für drittes Quartal

Die Leoni AG erwartet nach vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal 2022 einen Konzernumsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche von rund 955 Millionen Euro (Q3 2021: 893 Milliionen Euro), ein EBIT vor Sondereffekten der fortgeführten Geschäftsbereiche von rund -56 Millionen Euro (Q3 2021: -3 Millionen Euro) und ein berichtetes EBIT der fortgeführten Geschäftsbereiche von rund -71 Millionen Euro (Q3 2021: -20 Millionen Euro).

Der Konzernumsatz lag im dritten Quartal 2022 rund 7 Prozent über dem Vorjahr. Hintergrund war ein deutliches Umsatzwachstum in der Wiring Systems Division (WSD) bedingt durch organisches Wachstum, positive Effekte aus der Weiterbelastung von Kupferpreissteigerungen an Kunden, Währungsumrechnungen und von Kunden getätigten Kompensationszahlungen für Volatilitäts-Mehrkosten und inflationsgetriebene Kostensteigerungen. Dem stand  konsolidierungsbedingt ein deutlicher Rückgang des Umsatzes der fortgeführten Geschäftsbereiche in der Wire & Cable Solutions Division gegenüber.

Im dritten Quartal wirkten sich die sehr volatilen Produktabrufe infolge anhaltender Lieferkettenstörungen auf Kundenseite sowie gestiegene Rohmaterial- und Logistikkosten erneut deutlich auf das Ergebnis aus. Diese Ergebnisbelastungen wurden im dritten Quartal teilweise dadurch ausgeglichen, dass mit Kunden Vereinbarungen über eine Beteiligung an den Kostensteigerungen erfolgten, die in den vorangegangenen Quartalen angefallen waren.

Zudem belastete die Bildung nicht zahlungswirksamer Drohverlustrückstellungen das Ergebnis in Höhe von 31 Millionen Euro. Auslöser sind erwartete weitere Steigerungen bei Materialkosten, erhöhte Personalkosten durch inflationsgetriebene Lohnerhöhungen und negative Wechselkurseffekte ab dem Geschäftsjahr 2023. Die Leoni AG arbeite in den nächsten Quartalen daran, diesen potenziellen negativen Effekt zu kompensieren.

Der Vorstand der Leoni AG hat beschlossen, die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2022 gegenüber der Ad-hoc-Mitteilung vom 14. März 2022 auf Basis der fortgeführten Geschäftsbereiche zu konkretisieren. Aus jetziger Sicht werde der Konzernumsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche für das Geschäftsjahr 2022 bei rund 3,8 Milliarden Euro erwartet. Das EBIT vor Sondereffekten der fortgeführten Geschäftsbereiche wird im hohen, negativen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erwartet, der Free Cashflow im hohen positiven zweistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen, darin enthalten ist der Free Cashflow-Effekt von 278 Millionen Euro aus dem Verkauf der Geschäftseinheit BG IN. Noch nicht berücksichtigt ist der erwartete FCF-Effekt aus dem Verkauf der Geschäftseinheit BG AM, der Abschluss dieser Transaktion wird im vierten Quartal erwartet.

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