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© X FAB Semiconductor Foundries Markt | 30 August 2022

X-Fab aus Thüringen schwimmt auf Erfolgswelle

Der Erfurter Halbleiterhersteller X-Fab profitiert vom Boom der Elektromobilität, aber auch der Medizintechnik. Wie andere Chiphersteller spüre das Unternehmen eine hohe Nachfrage, die im zweiten Quartal sogar die Zuteilung von Kapazität erforderlich gemacht habe, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

X-Fab stehe in engem Kontakt mit seinen Kunden, um die Lieferkettenstabilität zu sichern, zitiert das Blatt Geschäftsführer Gabriel Kittler. X-Fab ist kein Massenhersteller von Prozessoren oder Speicherchips, sondern auf Schaltkreise spezialisiert, die im Auftrag von Kunden vor allem aus der Automobilindustrie, der Medizintechnik oder der Industrie gefertigt werden. Sie fungierten quasi als Schnittstellen zwischen der analogen und der digitalen Welt. Zum Programm gehören auch Sensoren für die verschiedensten Anwendungen. Beispiele für den Einsatz der Halbleiter von X-Fab sind Assistenzsysteme in Autos, aber auch Reifendrucksensoren oder technische Systeme, die die Sicht bei Nebel ermöglichten.

Die X-Fab-Gruppe mit Fabriken in Erfurt und Dresden sowie in Frankreich, in Malaysia und den USA beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 4.000 Mitarbeiter. In Erfurt sind es derzeit rund 850 Beschäftigte. Investiert worden seien in den Thüringer Standort seit 1992 rund eine halbe Milliarde US-Dollar.

Gewachsen sei das Unternehmen, dessen Eigentümer seit vielen Jahren eine belgische Investmentgesellschaft ist, durch die Übernahme von Halbleiterfabriken. Fabriken kaufen, nicht bauen, das sei die Devise, heißt es von Unternehmensseite. 

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