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© scanrail dreamstime.com Markt | 08 Juli 2022

ZVEI: Batterietechnologien essenziell für EU-Klimaziele

Innovative Batterietechnologien spielen eine Schlüsselrolle für die All-Electric-Society. Sie können erneuerbare Energien dezentral speichern und den Markthochlauf der Elektromobilität vorantreiben. Das sagt Dr. Christian Rosenkranz, ZVEI-Fachverbandsvorsitzender Batterien.

Daher sei es maßgeblich, dass Deutschland und Europa jetzt ihren Führungsanspruch in bedeutenden Sektoren, wie etwa der Batterieherstellung, sichern und ausbauen. Mit dem European Green Deal hat sich die europäische Kommission zum Ziel gesetzt, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Gerade weil der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und Klimaneutralität so bedeutsam ist, müsse laut Rosenkranz auch in Zukunft die Vielfalt an innovativen Batterietechnologien gefördert werden. Sowohl Lithium-Ionen- als auch Bleibatterien hätten ihre Stärken für die Lösung spezifischer Aufgaben. Sie speichern grünen Strom, gleichen Stromerzeugungsschwankungen aus und werden unter anderem für die Elektromobilität eingesetzt. Aber auch nicht wiederaufladbare Batterien sind notwendig, denn sie versorgen beispielsweise dezentrale Rauchmelder und Sensoren für die Industrie 4.0 zuverlässig mit Energie.

Die Politik hat die Relevanz der deutschen und europäischen Batterieproduktion erkannt und unterstützt ihre Entstehung und Stärkung, unter anderem im Rahmen der „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI). Das europäische Förderprogramm leistet aus Sicht des ZVEI einen essenziellen Beitrag zur technologischen Souveränität Deutschlands und Europas.

„Es geht nicht um Autarkie, sondern darum, unsere Lieferfähigkeit zu sichern, unsere Stärken im Bereich der Batterieproduktion langfristig zu erhalten und zu erweitern sowie unsere strategischen Interessen zu wahren“, sagt Christian Rosenkranz.

Der deutsche Batteriemarkt wächst trotz der Corona-Pandemie unterdessen dynamisch weiter. 

„Im Jahr 2021 wuchs der Markt mit einem Plus von 54 Prozent um mehr als 3,2 Milliarden Euro auf rund 9,29 Milliarden Euro. Der Wachstumstreiber war wie bereits im vergangenen Jahr der Absatz von Lithium-Ionen-Batterien in Höhe von 5,35 Milliarden Euro und einem Anstieg um 77 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, so Christian Eckert, ZVEI-Fachverbandsgeschäftsführer Batterien. 

Das Marktvolumen bei Lithium-Ionen-Batterien ist unter anderem auf das hohe Wachstum der Importe von Batteriezellen nach Deutschland zurückzuführen. Im Jahr 2021 wurden erstmals mehr Lithium-Ionen-Batterien aus Europa importiert als aus Asien. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen diese Importe um 52 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro. Bedeutendster Lieferant war Polen mit einem Importvolumen von 3,3 Milliarden Euro vor China mit einem Importvolumen von 2,5 Milliarden Euro. 

Auch die Produktion von Batterien ist im Jahr 2021 in Deutschland um 53 Prozent gegenüber 2020 auf 5,7 Milliarden Euro gewachsen. Während die Produktion von Bleibatterien um 17 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro stieg, wiesen die Lithium-Ionen-Batterien die größere Dynamik auf. Betrug deren Produktionsvolumen 2020 noch rund 450 Millionen Euro, vervielfachte sich der Wert 2021 fast auf nunmehr 1,74 Milliarden Euro.

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2022.08.16 15:41 V20.8.14-2