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© franz schloegl dreamstime.com Markt | 29 Juni 2022

Experten erwarten Chipmangel bis mindestens 2024

Der Halbleitermangel dürfte die Autoindustrie einer Studie zufolge bis mindestens 2024 bremsen. Elektroautos bräuchten zehnmal so viele Chips wie Benziner oder Dieselautos, so dass auch steigende Kapazitäten nicht für den gesamten Bedarf ausreichten, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Untersuchung der Unternehmensberatung Alix Partners.

Erst frühestens 2024 werde die Fahrzeugproduktion das Niveau vor Beginn der Pandemie erreichen, zitiert dpa aus dem Bericht. Für dieses Jahr erwartet Alix demnach einen weltweiten Absatzrückgang auf 78,9 Millionen Autos und leichte Transporter - von 80,3 Millionen im Jahr 2021. Der Betriebsgewinn der Autobauer sei auf durchschnittlich gut 12 Prozent vom Umsatz gestiegen, die der Zulieferer auf knapp 11 Prozent. Damit hätten beide die Rückgänge der Corona-Krise einigermaßen aufgeholt. Wegen der gestiegenen Rohmaterialkosten profitierten die Zulieferer nicht in gleichem Maße von den Preiserhöhungen für Autos. 

Die Rohmaterialpreise für Verbrenner haben sich der Studie zufolge seit 2020 verdoppelt und die für E-Autos fast verdreifacht. Die Kosten für Batterien dürften nach einem jahrelangen Rückgang wieder steigen. In niedrig- und mittelpreisigen E-Autos könnten bald vermehrt Lithium-Eisenphosphat-Batterien eingesetzt werden. Sie seien zwar schwerer und böten weniger Reichweite als herkömmliche Batterien, seien aber günstiger und außerdem nicht auf seltene Erden aus instabilen Regionen angewiesen, so dpa.

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2022.11.15 00:19 V20.10.16-1
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