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© TSMC Komponenten | 28 Juni 2022

TSMC gibt Europa zunächst Absage für Investitionen

Der taiwanische Chiphersteller TSMC hat nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorerst nicht vor, in Europa eine Halbleiterfabrik zu bauen. Trotz des Investitionsprogramms der EU gebe es keine konkreten Pläne, sagt Mark Liu, Vorsitzender des Verwaltungsrates.

Derzeit werde ein solches Engagement allenfalls erwogen, nicht aber ausgelotet, geplant oder verhandelt. Damit würde TSMC bisherigen Planspielen in der Branche einen Riegel vorschieben, dass eine weitere großformatige Investition in Europa ansteht.

Brüssel hatte im Februar seinen European Chips Act vorgestellt. Mit dem industrie- und wirtschaftspolitischen Rahmenwerk will es verlorenen Boden in einer der wichtigsten Branchen gutmachen und die EU für Chiphersteller aus Übersee attraktiv machen. Sie sollen neue Werke errichten und die Versorgung europäischer Industriekunden mit modernen Halbleitern mittel- bis langfristig sicherstellen.

Der amerikanische Chiphersteller Intel erklärte im März in Europa investieren und in der EU ein Netzwerk aus Forschung, Entwicklung und Produktion aufziehen zu wollen. TSMC galt als zweiter großer Kandidat für ein solches Engagement. Die Taiwaner aber scheinen sich nun auf ihre laufenden Großinvestitionen in Amerika und Asien zu konzentrieren. Dort stecken sie Milliarden in den Um-, Aus- und Neubau ihrer Produktionskapazitäten.

Aufsichtsrat und Vorstand des Unternehmens würden trotz aktueller Unsicherheiten in der Welt von einem starken Wachstum der gesamten Branche ausgehen, so die Frankfurter Allgemeine. So soll der Umsatz des Unternehmens in diesem Jahr um rund ein Drittel steigen, so Liu. Bisher hatte der Konzern mit einem Wachstum im Bereich von 20 Prozent gerechnet. 

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