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© Infineon Komponenten | 14 Juni 2022

Übernahme von Newport Wafer Fab wird untersucht

Die Übernahme der größten Chipfabrik in Großbritannien, Newport Wafer Fab, ist einer umfassenden nationalen Sicherheitsbewertung unterzogen worden. Die Regierung ist gemäß dem National Security and Investment Act 2021 befugt, Übernahmen aus Gründen der nationalen Sicherheit zu prüfen und, falls erforderlich, auch einzugreifen.

Die Regierung verfügt über eine Frist von 30 Arbeitstagen, die um bis zu 45 weitere Arbeitstage verlängert werden kann, um diese Prüfung vorzunehmen. Dieser Prozess ist nun im Gange, heißt es in einer Pressemitteilung des britischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie.

Die Halbleiterproduktionsstätte in Newport wurde 1982 gegründet und trug ursprünglich den Namen INMOS. Seitdem hat das Werk mehrere Besitzer gehabt. Im Jahr 1992 wurde die Anlage von dem in Hongkong ansässigen Unternehmen QPL übernommen. Nach einem Management-Buy-out im Jahr 1999 wurde der Betrieb 2002 von dem US-amerikanischen Unternehmen International Rectifier und anschließend 2015 von Infineon übernommen. Im September 2017 verkaufte Infineon die Fabrik an Neptune 6 Ltd, das den Standort unter dem Namen Newport Wafer Fab Ltd. betreibt. Im Sommer 2021 gab Nexperia bekannt, dass es eine Transaktion zur Übernahme von Newport Wafer Fab (NWF) abgeschlossen hat.

Nexperia sagte in seiner ursprünglichen Ankündigung, dass die Fabrik in Nexperia Newport umbenannt wird. Außerdem teilte das Unternehmen mit, dass es die derzeitigen Arbeitsplätze am Standort Newport und weitere in der Region sichern werde.

Die Übernahme wurde jedoch von Anfang an kritisiert, da der Kauf China Zugang zu britischen Halbleiterdesigns verschaffen könnte. Nexperia ist ein Halbleiterhersteller mit Hauptsitz in Nijmegen in den Niederlanden. Allerdings ist es auch eine Tochtergesellschaft der teilweise vom chinesischen Staat unterstützten Wingtech Technology - und genau das ist der Grund für die Kritik. In einem Tweet von Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng heißt es, man begrüße Investitionen aus dem Ausland, aber sie dürften die nationale Sicherheit Großbritanniens nicht gefährden.

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