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© Denso Markt | 13 Juni 2022

Denso prüft Abspaltung von Autochipgeschäft

Der japanische Autozulieferer Denso erwägt eine Abspaltung seiner Chipsparte. Man müsse darüber nachdenken, ob die Zeit gekommen sei, in der man Halbleiter extern verkaufen könne, heißt es in einem Beitrag der Nachrichtenagentur Bloomberg.

„Es lohnt sich zu prüfen, ob eine solche Struktur möglich ist“, sagt Technikchef Yoshifumi Kato.

Denso ist Hauptlieferant des Autokonzerns Toyota und hat sich in den vergangenen Jahren auch ein Standbein zur Herstellung von Chips für die Autoproduktion aufgebaut. Die Sparte macht rund 420 Milliarden japanische Yen Umsatz - umgerechnet 2,9 Milliarden Euro.

Denso hat in den vergangenen drei Jahren zusammen 160 Milliarden Yen (1,1 Milliarden Euro) an Investitionen ins Chipgeschäft gesteckt und gehört damit auch zu den großen Konkurrenten der bei Autochips stark vertretenen europäischen Chipkonzernen Infineon und STMicroelectronics . Bislang gehen die Elektronikchips in Zulieferteile, die Denso an seine Autokunden liefert - mit einer neuen Aufstellung könnten die Japaner die Halbleiter aber auch direkt an andere Autobauer und Zulieferer verkaufen.

Denso werde sich überlegen, ob die Chipsparte außerhalb des Restunternehmens nicht besser aufgehoben sei, sagte Kato. Entschieden sei aber noch nichts. Es gebe derzeit auch keinen Plan, mit einem Spin-Off der Chipgeschäfte zusätzliches Geld ins Haus zu holen. Aktuell arbeitet der Konzern dem Manager zufolge erst einmal daran, den internen Bedarf an Chips stemmen zu können.

Denso ist nach Spitzenreiter Bosch einer der weltgrößten Autozulieferer. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete der Gesamtkonzern umgerechnet rund 38,5 Milliarden Euro.

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