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© Fraunhofer Markus Juergens Komponenten | 17 Februar 2022

60 Millionen Euro für bayerische Halbleiterforschung

Im Rahmen der Bayerischen Halbleiter-Initiative und der Hightech Agenda bringt Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger jetzt ein umfangreiches Paket auf den Weg. Die drei Fraunhofer Institute EMFT (Institut für Mikrosysteme und Festkörper-Technologien), IIS (Institut für Integrierte Schaltungen) und AISEC (Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit) erhalten Förderbescheide in Höhe von 60 Millionen Euro. Das hat das bayrische Wirtschaftsministerium mitgeteilt.

Im Mittelpunkt stehe dabei das Projekt "Trusted Electronics Bayern" mit dem Aufbau eines Zentrums für vertrauenswürdige Elektronik, heißt es weiter.

„Halbleitertechnologien haben strategische Bedeutung für unsere Wirtschaft. Jeder geförderte Euro ist deshalb eine bestens angelegte Investition in den Standort Bayern. Insbesondere das Projekt "Trusted-Electronics" ist bundes- und europaweit einmalig. Bisher beschränkt sich Forschung und Entwicklung von vertrauenswürdigen und sicheren Chips auf militärische Bereiche. Das wollen wir mit einem eigenen Zentrum für vertrauenswürdige Elektronik ändern. So bringen wir unsere Kompetenzen im Chip-Design entscheidend voran“, so Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

In diesem Zentrum sollen Chips konzipiert und geplant werden, die in den Systemen der kritischen Infrastruktur, aber auch in vernetzten Konsumgütern eingesetzt werden. Ziel sei es, Systeme sicherer zu machen und beispielsweise vor Manipulationen oder Cyberangriffen zu schützen. Das Zentrum für vertrauenswürdige Elektronik wird mit 29 Millionen aus der Hightech Agenda Bayern gefördert. 5,7 Millionen aus dem EU-REACT-Programm gehen zusätzlich in die Geräteausstattung von "Trusted Electronics Bayern". Mit weiteren 25 Millionen aus EU-REACT wird die Ausstattung der Reinräume am Fraunhofer EMFT unterstützt.

„Mikro- und Nanoelektronik sind tragende Säulen zahlreicher Branchen, von der Automobilindustrie über die Energietechnik bis hin zum Maschinenbau. Ihre Weiterentwicklung ist ein strategisches Schlüsselelement – nicht nur um Innovationen aus verschiedensten Wirtschaftszweigen hervorzubringen, sondern auch für die Souveränität und den Erfolg des Standorts Deutschland und Europa im internationalen Wettbewerb. Mit dem geplanten Zentrum Trusted Electronics und dem Ausbau der Forschungsinfrastruktur werden wir einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von maßgeschneiderten Technologie- und Systemlösungen für zuverlässige und vertrauenswürdige Elektronik leisten, um aktuelle und künftige Herausforderungen der Mikroelektronik zu lösen. Insbesondere Unternehmen am Standort Bayern profitieren vom direkten Zugang zur Fraunhofer-Spitzenforschung im Bereich Mikro- und Nanoelektronik“, so Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

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