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© Kioxia Corporation via YouTube Komponenten | 11 Februar 2022

Verunreinigungsvorfall bei Kioxia wohl mit Folgen

WDC hat kürzlich bekanntgegeben, dass Ende Januar bestimmte Materialien in den NAND-Flash-Produktionslinien in Yokkaichi und Kitakami in Japan (Joint Ventures mit Kioxia) verunreinigt worden sind. Vor diesem Vorfall hatte TrendForce prognostiziert, dass der NAND-Flash-Markt im gesamten Jahr ein leichtes Überangebot aufweisen würde und der Durchschnittspreis von Q1 bis Q2 unter Druck geraten würde.

Die Auswirkungen der Materialverunreinigung bei WDC sind jedoch beträchtlich und die Erfahrungen von Samsung während der vorangegangenen Abriegelung von Xi'an aufgrund der Corona-Pandemie haben das Ausmaß des NAND-Flash-Preisverfalls ebenfalls gebremst. Daher werde sich der Preisrückgang im ersten Quartal auf 5 bis 10 Prozent verringern. Darüber hinaus betrug laut TrendForce der kombinierte Marktanteil von WDC und Kioxia bei NAND-Flash im dritten Quartal 21 bis zu 32,5 Prozent. Die Folgen dieses jüngsten Vorfalls könnten den Preis von NAND-Flash im 2. Quartal um 5 bis 10 Prozent in die Höhe treiben.

Die kontaminierten Produkte konzentrieren sich auf 3D-NAND (BICS), wobei eine erste Schätzung von 6,5 Exabyte (ca. 6.500 Millionen GB) betroffen sind. Nach Angaben von TrendForce machen die beschädigten Bits 13 Prozent der Produktion des Konzerns im ersten Quartal 22 und etwa 3 Prozent der Gesamtproduktion des Jahres aus. Der normale Produktionsplan für die gesamte Linie muss noch bestätigt werden. Weiterhin ist anzumerken, dass die von WDC bekannt gegebenen Schäden wahrscheinlich nicht die Gesamtverluste aufgrund dieses Ereignisses ausmachen und dass die Anzahl der beschädigten Kioxia-Teile nicht summiert wurden, so dass die Gesamtzahl der betroffenen Bits noch weiter steigen kann.

Derzeit konzentrieren sich WDC und Kioxia auf die Lieferung von PC-Client-SSD- und eMMC-Produkten. Da WDC die Nummer zwei und die Nummer eins auf dem Client-SSD- beziehungsweise eMMC-Markt ist, werde das nachfolgende Angebot behindert. Selbst wenn die Produktionsnachfrage für PC-OEMs im 2. Quartal nach unten korrigiert wird, könnten die Preise für Client-SSDs daher resistent gegen einen Rückgang bleiben. In Bezug auf Enterprise SSD wurde Kioxia PCIe 4.0 von einer Reihe von Kunden verifiziert und der Marktanteil des Unternehmens im Jahr 2022 wurde ursprünglich als steigend prognostiziert. Dieser Vorfall werde sich allerdings auf die Möglichkeiten von Kioxia auswirken, Produkte auszuliefern. 

Da die Käufer und Verkäufer auf dem Spotmarkt immer noch dabei sind, die Ereignisse und Bewertungen der Vorfälle zu klären, reagierten sie größtenteils mit einer Aussetzung der Notierungen. Die Einschätzung von TrendForce deutet jedoch darauf hin, dass nachfolgende Ereignisse den Spotpreisanstieg offensichtlich stimulieren werden. Nach den Vertragspreisen zu urteilen, dürften Aufträge, die auf Quartalsbasis ausgehandelt werden, in nächster Zeit nicht betroffen sein, doch könnte es im Februar und März zu einem unmittelbaren Preisanstieg bei den Wafernotierungen kommen, heißt es abschließend.

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2022.04.25 14:34 V20.5.16-1