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© scanrail dreamstime.com Markt | 21 Januar 2022

VinFast sucht EV-Produktionsstandort in Deutschland

Der vietnamesische Autohersteller VinFast und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Germany Trade and Invest (GTAI) arbeiten zusammen, um dem Unternehmen einen Standort für den Bau von Elektroautos und -bussen zu ermöglichen.

In der Fabrik sollen Elektroautos und -busse von VinFast gebaut werden, so der Automobilhersteller in einer Erklärung. Das Unternehmen hat noch keinen Termin für die Eröffnung des Werks genannt. Die Geschäftsführerin von VinFast, Le Thi Thu Thuy, sagte, dass Europa einer der wichtigsten Märkte für den Autohersteller sein werde.

„Die Zeiten, in denen Autos um die Welt verschifft wurden, sind vorbei, vor allem seit COVID-19. Man muss die Fabriken in der Nähe der Märkte haben, um wirklich Kunden anzuziehen. VinFast möchte hochwertige E-Fahrzeuge und ein besonderes Kundenerlebnis zu erschwinglichen Preisen anbieten. Wir sind zuversichtlich, dass wir einen Platz auf dem europäischen Markt finden können, zumal der Wandel hin zu E-Fahrzeugen in Europa unübersehbar ist."

Thuy, die stellvertretende Vorsitzende der VinFast-Muttergesellschaft Vingroup ist, hat im vergangenen Monat die Rolle des CEO von VinFast übernommen, als der deutsche Manager Michael Lohscheller, ehemals Chef von Opel, aus persönlichen Gründen unerwartet zurücktrat. In der Fabrik könnten bis zu 250.000 Autos pro Jahr gebaut werden, wobei die Produktion etwa 2025 anlaufen soll.

Lohscheller hatte vor seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen fünf Standorte in die engere Wahl gezogen, so Thuy gegenüber der Automotive News Europe-Schwesterpublikation Automobilwoche. Von diesen seien zwei noch im Rennen, heißt es, ohne dass gesagt wurde, welche das sind. Eine Delegation von Vinfast habe einen der potenziellen Standorte besucht, sagte Thuy.

VinFast plant den Verkauf von vollelektrischen Fahrzeugen, die von der Fabrik in Hai Phong in Vietnam importiert werden, in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden im Frühjahr zu starten. Das Unternehmen werde ein ähnliches Vertriebsmodell wie Tesla verwenden, das sich nicht auf Vertragshändler stützt, sondern online und über firmeneigene Geschäfte verkauft.

„Wir beglückwünschen VinFast zur Entscheidung, in die größte Volkswirtschaft Europas und das automobile Kernland des Kontinents zu kommen. Die Mobilität in Deutschland verändert sich dramatisch und wird sich unter der neuen Regierung noch weiter verändern. Wir freuen uns, VinFast dabei zu unterstützen, den idealen Standort zu finden und sich in Deutschland niederzulassen", sagt GTAI-CEO Robert Hermann.

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