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© Bosch Markt | 12 Oktober 2021

Bosch-Beschäftigte kämpfen um ihre Arbeitsplätze

Rund 2.000 Bosch-Beschäftigte haben nach IG-Metall-Angaben in Bühl bei einer Betriebsversammlung für den Fortbestand ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Grund für das Treffen ist die Verunsicherung über die Zukunft von rund 1.000 Jobs, die Bosch nach Gewerkschaftsaussagen hier abbauen will.

Sie sollen an billigere Standorte verlagert werden, beispielsweise nach Ungarn, Serbien und China. Betroffen sei nicht nur die Produktion, sondern auch die Forschung und Entwicklung. „Die Verlagerung hat mit der Transformation gar nichts zu tun. Da geht es um reine Profitmaximierung“, kritisiert der Betriebsratsvorsitzende Klaus Lorenz. „Unserer Region droht ein sozialer Kahlschlag, auch für die Zulieferer.“ Bereits Ende vergangenen Jahres hatte die Werkleitung angekündigt, dass sie Stellen abbauen will. Im Juli hieß es, dass 700 Vollzeitäquivalente abgebaut werden sollen. Über 1.000 Beschäftigte seien davon betroffen. Der Abbau laufe zwar formal freiwillig. Betriebsbedingte Kündigungen seien bis 2025 ausgeschlossen – das habe der Betriebsrat in einer Betriebsvereinbarung gesichert. Den Beschäftigten würden in Personalgesprächen aber Aufhebungsverträge vorgelegt, so die IG Metall. „Zwar erhalten die Beschäftigten Abfindungen, sie verlassen jedoch dennoch häufig nur unter Druck das Unternehmen“, sagt Ahmet Karademir von der IG Metall vor Ort in Offenburg. „90 Prozent des Stellenabbaus sollen in den kommenden zwei Jahren stattfinden. Das schafft man nicht über Fluktuation und Freiwilligkeit.“ Bislang hätten Betriebsrat und IG Metall versucht, in Gesprächen eine Lösung zu finden, auch über den Gesamtbetriebsrat. Doch die Geschäftsleitung halte an ihren Plänen fest und wolle zügig über die Gestaltung des Stellenabbaus verhandeln. „Wir haben lange Gespräche geführt. Jetzt müssen wir in den öffentlichen Protest gehen“, erklärt der Betriebsratsvorsitzende Klaus Lorenz abschließend.
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