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© Infineon Design Analysen | 04 August 2021

Infineon meldet Umsatzwachstum trotz schwieriger Liefersituation

Die Infineon Technologies AG hat die Ergebnisse für das am 30. Juni 2021 abgelaufene dritte Quartal des Geschäftsjahres 2021 bekannt gegeben. „Die Nachfrage nach Halbleitern ist ungebrochen, sie sind der Schlüssel für die Energiewende und die Digitalisierung. Dem steht eine weiterhin sehr angespannte Liefersituation gegenüber", sagt Dr. Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon.

„Die Vorräte sind auf einem historischen Tiefstand, unsere Chips gehen aus der Fertigung direkt in die Endanwendungen. In diesem Umfeld wiegen pandemiebedingte Einschränkungen der Fertigung wie jüngst in Malaysia doppelt schwer. Wir tun unser Möglichstes auf allen Stufen der Wertschöpfungskette und agieren im Sinne unserer Kunden so flexibel wie möglich. Daneben sorgen wir kontinuierlich für zusätzliche Kapazitäten“, so Floss weiter. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2021 stieg der Konzernumsatz um 22 Millionen Euro auf 2.722 Millionen Euro nach 2.700 Millionen Euro im Vorquartal. Trotz der unverändert guten Nachfrage betrug der Anstieg lediglich 1 Prozent aufgrund von pandemiebedingten Einschränkungen der Fertigungskapazitäten in Melaka, Malaysia, sowie den Nachwirkungen des Wintersturms in Austin, Texas. Hiervon waren vor allem die Segmente Automotive (ATV) und Power & Sensor Systems (PSS) betroffen, bei denen der Umsatz im abgelaufenen Quartal zurückging. In den Segmenten Industrial Power Control (IPC) und Connected Secure Systems (CSS) verbesserten sich die Umsätze hingegen. Die Bruttomarge verbesserte sich im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres deutlich auf 39,1 Prozent nach 36,0 Prozent im Vorquartal. Die bereinigte Bruttomarge stieg auf 41,8 Prozent nach 39,3 Prozent im Vorquartal. Im dritten Quartal erreichte das Segmentergebnis 496 Millionen Euro nach 470 Millionen Euro im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Segmentergebnis-Marge erhöhte sich auf 18,2 Prozent nach 17,4 Prozent im Vorquartal. Das nicht den Segmenten zugeordnete Ergebnis betrug im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2021 minus 149 Millionen Euro nach minus 156 Millionen Euro im Vorquartal. Von dem Gesamtbetrag entfielen minus 74 Millionen Euro auf die Umsatzkosten, minus 60 Millionen Euro auf die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sowie minus 6 Millionen Euro auf die Forschungs- und Entwicklungskosten. Des Weiteren waren im dritten Quartal sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von minus 9 Millionen Euro enthalten. Das Betriebsergebnis stieg im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf 347 Millionen Euro nach 314 Millionen Euro im Vorquartal. Das Finanzergebnis belief sich im abgelaufenen Quartal auf minus 56 Millionen Euro nach minus 42 Millionen Euro im Vorquartal. Die Investitionen, vom Unternehmen definiert als Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten, erreichten im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 285 Millionen Euro nach 332 Millionen Euro im Vorquartal. Die Abschreibungen stiegen im dritten Quartal auf 380 Millionen Euro nach 368 Millionen Euro im Vorquartal. Der Free-Cash-Flow verbesserte sich im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres weiter auf 477 Millionen Euro. Im Vorquartal hatte er 407 Millionen Euro betragen. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten stieg auf 762 Millionen Euro nach 742 Millionen Euro im Quartal zuvor. Zum Ende des dritten Quartals des Geschäftsjahres 2021 erhöhte sich die Brutto-Cash-Position auf 3.863 Millionen Euro nach 3.444 Millionen Euro zum 31. März 2021. Die Nettoverschuldung verminderte sich weiter auf 2.945 Millionen Euro nach 3.415 Millionen Euro zum Ende des Vorquartals. Die Finanzschulden lagen zum Ende des abgelaufenen Quartals bei 6.808 Millionen Euro gegenüber 6.859 Millionen Euro zum 31. März 2021. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2021 erwartet Infineon bei einem angenommenen EUR/USD-Wechselkurs von 1,20 einen Umsatz von rund 2,9 Milliarden Euro. Bei fortgesetzter Nachfragedynamik bleibe die Liefersituation insgesamt angespannt, auch aufgrund der pandemiebedingten Fertigungseinschränkungen in Melaka, Malaysia zu Beginn des Quartals. Aufgrund der Engpässe sollten die Umsätze in den Segmenten ATV und IPC in etwa auf dem Niveau des Vorquartals liegen, teilt Infineon mit. Für das Segment CSS wird von einer leicht positiven Umsatzentwicklung ausgegangen. Im Segment PSS wird mit einer deutlichen Umsatzzunahme gerechnet - Grund hierfür ist im Wesentlichen die Erholung der Nachfrage im Bereich Smartphones. Die Segmentergebnis-Marge werde bei dem prognostizierten Umsatz voraussichtlich etwa 19 Prozent betragen. Unter der Annahme des prognostizierten Umsatzes für das vierte Quartal und einem unverändert unterstellten EUR/USD-Wechselkurs von 1,20 ergibt sich für das gesamte Geschäftsjahr 2021 ein erwarteter Umsatz von rund 11 Milliarden Euro. Bei diesem Umsatzniveau werde die Segmentergebnis-Marge voraussichtlich über 18 Prozent liegen. Für das Geschäftsjahr 2021 sind weiterhin Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten von circa 1,6 Milliarden Euro geplant. Die Abschreibungen werden unverändert zwischen 1,5 und 1,6 Milliarden Euro betragen, wovon rund 500 Millionen Euro auf Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen, hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Erwerb von Cypress und zu einem kleineren Teil mit der Akquisition von International Rectifier, entfallen. Für den Free-Cash-Flow wird nun ein Wert von voraussichtlich etwa 1,5 Milliarden Euro erwartet.
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