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© Volkswagen Markt | 24 Juni 2021

Volkswagen gerät wegen Halbleitermangels unter Druck

Der akute Halbleitermangel trifft mehr und mehr die internationale Autobranche. Weltweit dürften mehrere Millionen Autos weniger gebaut werden als geplant, berichtet das Wirtschaftsportal Business Insider.

Besonders betroffen ist demnach auch der Volkswagenkonzern. Interne Zahlen von VW würden das wachsende Ausmaß dokumentieren. Business Insider schreibt, dass Volkswagen durch den Engpass mit einem Produktionsausfall von mehr als 800.000 Fahrzeugen in diesem Jahr rechnet. Bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 30.000 Euro pro Fahrzeug entspreche das einem entgangenen Umsatz von 24 Milliarden Euro. VW hatte bereits zuvor Schwierigkeiten durch den Chipmangel eingeräumt, dabei aber keine konkreten Angaben über mögliche zu erwartende Belastungen gemacht. Das Unternehmen habe bereits in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass die Engpässe bei Chips zu einer sechsstelligen Anzahl von nicht produzierten Fahrzeugen geführt habe, heißt es. Darüber hinausgehende Zahlen kommentiere man nicht. Nicht produzierte Fahrzeuge würden keinen Rückschluss auf die Verkaufszahlen zulassen. Negative Einflüsse würden durch den "Abverkauf von Lagerfahrzeugen und andere Maßnahmen spürbar begrenzt". Ob dies auch in der zweiten Jahreshälfte gelingen werde, ließe sich allerdings derzeit "nicht verlässlich vorhersagen", räumte der Konzern gegenüber Business Insider ein. Trotz anhaltender Engpässe bei Halbleitern und voraussichtlicher Umsatzeinbußen will Volkswagen an seiner Jahresprognose festhalten. Die für den Konzern angekündigte Spanne einer operativen Marge von 5,5 bis sieben Prozent gelte nach wie vor, hieß es. Auch die Hauptmarke VW bleibe bei ihrer bisherigen Prognose von drei bis vier Prozent operativer Rendite für 2021. Um eine Lösung beim Halbleitermangel zu erlangen, hat Volkswagen-Chef Herbert Diess zuletzt erklärt, das Management sei mit Halbleiterkonzernen wie Infineon und Intel in Kontakt, um für die kommenden Jahre mehr Kapazitäten zu bekommen. Dafür seien Investitionen erforderlich, man arbeite an einem Plan.
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2021.07.15 08:57 V18.20.2-1