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© Schweizer Design Analysen | 25 März 2021

SCHWEIZER legt vorläufige Geschäftszahlen 2020 vor

Die SCHWEIZER Gruppe hat auf Basis von vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2020 einen Konzernumsatz von 98,3 Millionen Euro erreicht und liegt damit über der prognostizierten Umsatzerwartung von zwischen 87 und 93 Millionen Euro (Vorjahr: 120,7 Millionen Euro). Diese Zahlen hat der Konzern jetzt veröffentlicht.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 9,5 Millionen Euro (Vorjahr: +0,1 Millionen Euro) mit einer EBITDA-Quote von -9,7 Prozent (Vorjahr: +0,1 Prozent) lag dabei im Rahmen der im Juli 2020 konkretisierten Erwartungen für das Jahr 2020, heißt es weiter. Mit einem Umsatz von 29,3 Millionen Euro im vierten Quartal 2020 hat sich die Umsatzentwicklung gegenüber den Vorquartalen des Jahres wieder deutlich erholt. Insbesondere die verstärkte Nachfrage von Automotive-Kunden in den Monaten September bis November seien für diese positive Entwicklung kennzeichnend. Der Rückgang des Jahresumsatzes von insgesamt -18,6 Prozent betraf sowohl die Umsätze aus Eigenproduktion mit 18,0 Prozent, als auch die Umsätze aus der Produktion der asiatischen Partner WUS und Meiko mit einem Rückgang von 19,9 Prozent. Der Umsatzanteil der Handelsware betrug dadurch nahezu unverändert fast 31 Prozent. Positiv entwickelte sich der Umsatzanteil im Non-Automotive-Bereich, der sich auf 26,5 Prozent (2019: 23,8 Prozent) erhöhte. Dies sei insbesondere auf eine Umsatzerhöhung mit Kunden aus den Bereichen Communications, Consumer und Computer zurückzuführen. Das Bruttoergebnis des Umsatzes belief sich auf +0,4 Millionen Euro (Vorjahr: +12,6 Millionen Euro). Die Bruttomarge reduzierte sich von +10,5 Prozent im Vorjahr auf +0,4 Prozent. Wesentliche Gründe für den Rückgang seien zum einen die in den Umsatzkosten erstmalig enthalten Produktionskosten in Höhe von 15,8 Millionen Euro des neu errichteten Werkes im chinesischen Jintan, das durch die Hochlaufphase noch einen negativen Brutto-Ergebnis-Beitrag erwirtschaftete. Zum anderen sei vor allem der durch die Corona-Pandemie bedingte Rückgang des Geschäftsvolumens die Ursache für das geringere Bruttoergebnis. Um dem gesunkenen Geschäftsvolumen und Margenertrag entgegenzuwirken, wurden zur Kompensation der Unterauslastung und zur Absenkung der Fixkostenschwelle des Werkes in Schramberg umfangreiche Einsparungsmaßnahmen in den Personal- und Sachkosten von Produktion und Verwaltung durchgeführt. Sonderaufwendungen aus der Restrukturierung und einem Forderungsausfall in Höhe von insgesamt 2,9 Millionen Euro und die Anlaufverluste des neuen Werkes in Jintan in Höhe von 8,3 Millionen Euro belasteten das EBITDA im Jahr 2020. Das EBITDA belief sich auf -9,5 Millionen Euro (2019: +0,1 Millionen Euro), was einer EBITDA-Quote von -9,7 Prozent (Vorjahr: +0,1 Prozent) entspricht. Bereinigt um diese ergebnisbelastenden Faktoren belief sich das EBITDA auf +1,7 Millionen Euro bzw. +1,7 Prozent. Für das Jahr 2021 erwartet der Vorstand eine deutliche Erholung der Geschäftszahlen, wobei die Dynamik der Erholung von SCHWEIZER, neben der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie, wesentlich von zwei Faktoren abhängen werde. An erster Stelle stünden die weiterhin positive Entwicklung des neuen Werkes in Jintan und die im Jahr 2021 vorgesehenen Technologiequalifizierungen und wichtigen Zertifizierungen. Die Weiterentwicklung des neuen Werkes in China ermögliche SCHWEIZER eine stärkere Internationalisierung und eine Verbreiterung der Kundenbasis. Der zweite wichtige Faktor für die Entwicklung des Unternehmens werde die Stabilität der Lieferketten im globalen Kontext sein. Aufgrund der Prognosen für die Entwicklung der Weltwirtschaft, des Leiterplattenmarktes und SCHWEIZERs neuer Struktur eines deutsch-chinesischen Leiterplattenkonzerns erwartet der Vorstand für das Jahr 2021 ein Umsatzwachstum zwischen 20 und 30 Prozent und eine signifikante Verbesserung der EBITDA-Quote auf 0 bis -6 Prozent in Bezug auf den Umsatz.
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2021.10.14 17:14 V18.25.1-1