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© Ruag Space (nur zu Illustrationszwecken) Markt | 12 März 2021

RUAG steigt aus rüstungsnahem Geschäft komplett aus

Aus RUAG International soll beyond gravity werden. Das Unternehmen steigt aus dem ver­blei­benden, rüstungsnahen Geschäft komplett aus und wird den Geschäfts­bereich Aerostructures individuell weiterentwickeln.

André Wall erklärt die Mission in einer Pressemitteilung wie folgt: "Wir wollen integrierte Satelliten- und Trägersystem­fähig­keiten mit starken Partnern in Europa entwickeln. Dabei garantieren wir unseren Kunden einen 100%-igen Missionserfolg. Wir werden das erste Startup sein, dass Agilität, Speed und Innovation kombiniert mit jahrzehntelanger Erfahrung und bewährter Qualität." "Vor uns liegt ein optimales Startfenster: der Space-Markt boomt. Analysten prognostizieren einen 1-Billion-Dollar-Markt bis in 2040 mit jähr­lichen Wachstumsraten von über 16 Prozent..[1] Geopolitisch war der Zugang zum Weltraum noch nie so relevant wie heute", so André Wall weiter. RUAG International will sich im Space-Business mittelfristig mit einer neuen Marke unter dem Namen «beyond gravity» positionieren. beyond gravity hat den Anspruch, sich vom Komponentenhersteller zum Anbieter von Sub­systemen zu wandeln. Das Unternehmen will in innovative Lösungen investieren und die heutige Produktion von Prototypen mit digitaler Techno­logie, Künstlicher Intelligenz und Robotik auf Mini-Serien umstellen. Der Fokus auf Space fordert in der Konsequenz einen vollständigen Ausstieg aus dem rüstungs­nahen Geschäft sowie eine individuelle Weiterentwicklung des Flugzeugstrukturbaus. Für die derzeitigen Geschäftsbereiche bedeutet dies:
  • MRO International wird verkauft, sowohl die Geschäftstätigkeiten in Australien und Malaysia als auch der Bereich Simulation & Training. Die Wartungs-, Reparatur- & Betriebstätigkeiten für Geschäftsflugzeuge und militärische Helikopter sowie die Produktion der Dornier 228 am Standort Oberpfaffenhofen sind bereits Ende Februar 2021 an den neuen Eigentümer General Atomics Europe übertragen worden.
  • RUAG Ammotec: RUAG International ist zuversichtlich, dass bis Ende 2021 der Verkauf abgeschlossen und ein neuer Eigentümer gefunden ist, der das vorhandene Potenzial des überaus erfolgreichen Munition-Anbieters wertschätzt und dem Unternehmen zusätzliche Marktchancen eröffnen kann für mehr Wachstum.
  • RUAG Aerostructures muss sich angesichts der massiven Covid-19-Auswirkungen auf eine komplett veränderte Marktsituation ausrichten. Es dürfte mindestens bis 2025 dauern, bis die Flugzeughersteller wieder die Vor-Pandemie-Volumina erreichen.
André Wall kommentiert: „Trotz der besonderen Herausforderungen in der Luftfahrtindustrie bin ich optimistisch, dass es uns mittels Restrukturierung gelingen wird, Aerostructures solide für die Zukunft aufzustellen. Über Jahre hinweg wurden hier Fähigkeiten exklusiv für Premium-Kunden aufgebaut, sie gilt es zu schützen und unseren Kunden weiterhin Mehrwert zu liefern. Wir werden viel Energie in dieses Business Segment stecken. Ich schliesse eine Devestition an einen strategischen Partner dabei nicht aus – vorausgesetzt, das Potential wird entsprechend wertgeschätzt.“
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2021.04.15 09:56 V18.15.43-2