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© manz Design Analysen | 10 März 2021

Manz AG muss im Coronajahr 2020 Umsatzverluste hinnehmen

Die Manz AG hat ihre vorläufigen Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 veröffentlicht. Auch aufgrund der weltweiten Lockdown-Bestimmungen im Zuge der COVID-19-Pandemie reduzierte sich der Umsatz der Manz AG 2020 erwartungsgemäß um 10,5 Prozent auf 236,8 Millionen Euro (Vorjahr: 264,4 Millionen Euro). Das hat das Unternehmen jetzt mitgeteilt.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg deutlich auf 19,4 Millionen Euro (Vorjahr: 9,2 Millionen Euro) an. Hieraus resultiert eine stark verbesserte EBITDA-Marge von 8,0 Prozent (Vorjahr: 3,5 Prozent). Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verzeichnet einen deutlichen Zuwachs in Höhe von 14,8 Millionen Euro auf 7,2 Millionen Euro (Vorjahr: -7,6 Millionen Euro). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 3,0 Prozent. „Gerade angesichts der großen wirtschaftlichen Herausforderungen der COVID-19-Pandemie sind wir mit der Geschäftsentwicklung 2020 sehr zufrieden, obwohl es unter anderem aufgrund der Reiserestriktionen zu Umsatzeinbußen in den Segmenten Solar und Electronics kam. Im Wachstumssegment Energy Storage nutzten wir trotz vereinzelter Auftragsverschiebungen die Marktdynamik jedoch für uns, und haben neue Großaufträge von Partnern wie der AKASOL AG oder einem international führenden Batteriehersteller aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik gewonnen. Allein in diesem Segment liegt unser Auftragseingang 2020 bei etwa 130 Millionen Euro. Von dieser positiven Entwicklung werden wir auch in 2021 profitieren, nicht nur mit unseren Produktionsanlagen zur Batterieherstellung, sondern auch mit unseren Montagelösungen rund um weitere Komponenten des elektrischen Antriebsstrangs“, sagt Martin Drasch, Vorstandsvorsitzender der Manz AG. Nach einer starken Geschäftsentwicklung im Vorjahr, geprägt durch einen Großauftrag im Displaybereich, entwickelte sich das Geschäft im Segment Electronics 2020 auch infolge der COVID-19-Pandemie rückläufig. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2020 belief sich auf 90,7 Millionen Euro (Vorjahr: 115,7 Millionen Euro). Das Segment-EBIT verbesserte sich mit -5,3 Millionen Euro zwar gegenüber dem Vorjahr (-7,6 Millionen Euro), blieb aber aufgrund der Belastungen bei LCDDisplays in Asien hinter den Erwartungen zurück. Das Segment Energy Storage hat sich im Geschäftsjahr 2020 positiv entwickelt. So vermeldete die Manz AG zahlreiche Aufträge von Kunden aus den Bereichen Elektromobilität, Unterhaltungselektronik und stationärer Energiespeicherung. Die positive Auftragsentwicklung führte zu einem Umsatzzuwachs von 59 Prozent auf 64,7 Millionen Euro (Vorjahr: 40,7 Millionen Euro). Und auch das Segment-EBIT stieg mit 6,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (2019: -11,3 Millionen Euro) überaus deutlich an. Das Segment Solar war 2020 geprägt durch die Verzögerung der beiden Großprojekte CIGSfab und CIGSlab, verursacht durch pandemiebedingte Arbeitsstopps in China. Der vollständige Abschluss der Projekte verschiebt sich in der Folge damit weiter. Entsprechend lag der Segmentumsatz 2020 mit 23,2 Millionen Euro unter dem Vorjahr (47,5 Millionen Euro). Der Umsatz im Segment Contract Manufacturing belief sich 2020 auf 37,0 Millionen Euro (Vorjahr: 41,5 Millionen Euro). Das Segment-EBIT erreichte einen deutlich positiven Wert von 12,3 Millionen Euro (Vorjahr: 11,5 Millionen Euro), darin enthalten ist das Ergebnis der Talus Manufacturing Ltd. mit 9,4 Millionen Euro (Vorjahr 8,8 Millionen Euro), die als assoziiertes Unternehmen im Konsolidierungskreis der Manz-Gruppe bis Anfang November 2020 erfasst ist. Mit dem Servicegeschäft erwirtschaftete Manz 21,2 Millionen Euro im Jahr 2020 (Vorjahr: 19,1 Millionen Euro). Das Segment-EBIT lag bei 1,3 Millionen Euro und damit leicht unter dem Vorjahresniveau von 1,6 Millionen Euro. Für das Jahr 2021 zeigt sich CEO Drasch bei einem Auftragsbestand von über 200 Millionen Euro optimistisch: „Die sehr positive Entwicklung im Bereich der Elektromobilität 2020 steht nach unserer Einschätzung erst am Anfang. Durch unsere jahrzehntelange Erfahrung in der Montageautomatisierung und Batterieproduktion sind wir sehr gut positioniert für weiteres Wachstum im Zuge der weltweiten Mobilitätswende.“ Nicht zuletzt durch die Bekanntgabe der Förderung der Europäischen Kommission zur Weiterentwicklung der Li-Ion Batterietechnologie im Rahmen des Important Projects of Common European Interest (IPCEI) sieht Drasch die Manz AG in ihrer Ausrichtung auf diesen Wachstumsmarkt bestärkt. Die Anfang 2021 zugesagten europäischen Fördermittel plane Manz zur Umsetzung des Projektes „Lithium-Ionen-Batteriefabrik der Zukunft“ zu verwenden.
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2021.10.14 17:14 V18.25.1-1