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Markt | 02 Februar 2021

Binder Elektronik mit positivem Ausblick

Die Binder Elektronik GmbH blickt auf ein schwieriges Jahr 2020 zurück. Nahezu in allen Bereichen wurden Rückgänge des Auftragseingangs registriert. Diese waren auch nicht durch starke Märkte wie z.B. Telekommunikation aufzufangen, so dass am Ende ein Umsatzrückgang für 2020 stehen bleibt.

Trotz allem ist das Fazit versöhnlich: „Wir haben keinen Kunden verloren, sondern im Gegenteil viele Beziehungen weiter ausbauen können“ so Christian Rückert, Geschäftsführer bei Binder Elektronik. Die Kunden schätzten gerade in der Krise die Qualität und Verlässlichkeit von Binder Elektronik. In keiner Phase mussten Aufträge abgesagt oder verschoben werden, auch die Liefertreue blieb stabil, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Ganze ist ein Verdienst der Corona- und Kurzarbeitsregelungen bei Binder. Hier wurde firmentypisch ein ganz eigener, flexibler, Weg eingeschlagen. Statt eines starren Schemas wurde Kurzarbeit nur dann genutzt, wenn wirklich keine Aufträge anstanden. Der Arbeitsausfall wurde dafür stundengenau erfasst. „Das macht zwar etwas mehr Verwaltungs- und Planungsaufwand, war im Sinne der Kundenzufriedenheit aber äußerst sinnvoll“, bestätigt Christian Rückert. „Wir wollten immer für die Kunden da sein und trotzdem unsere Kosten im Blick behalten.“ Das gelang so gut, dass trotz Umsatzrückgang ein positives Ergebnis zu verzeichnen ist, das über den Erwartungen liegt. Der Ausblick für 2021 ist daher durchweg optimistisch. „Wir nehmen einen guten Drive mit ins neue Jahr“ freut sich Christian Rückert, „vor allem aus der Entwicklung, aber auch aus der Anfragesituation“. Aus allen Branchen würden die Anfragen wieder ansteigen. Besonders die Telekommunikation entwickelt sich stark bei Binder Elektronik, war 2020 die einzige Branche deren Umsätze sogar stiegen. „Hier kommen unsere Stärken voll zum Tragen. Im Bereich der Infrastruktur und Anlagen gibt es Anbieter, die zwar kleine Stückzahlen, aber allerhöchste Qualität und Flexibilität benötigen. So sind z.B. Baugruppen von uns für die Corona-Impf-Hotline im Einsatz.“ Die Entwicklung hat gleich mehrere große Projekte in der Pipeline von denen zwei Anfang 2021 in die Serienfertigung übergehen sollen. Die andauernde Nachfrage nach komplexen Neuentwicklungen wertet Binder Elektronik als positiven Hinweis auf die wirtschaftliche Situation. „Die Firmen glauben fest an einen Aufschwung nach der Corona-Krise und wollen sich gut in Stellung bringen“, vermutet Christian Rückert. Auch Binder Elektronik ist bereit für den Aufschwung. Trotz der schwierigen Situation in 2020 konnten viele Prozesse optimiert werden. Produktivität und Kapazität konnten gesteigert werden. Dadurch bleiben die Produktionspreise trotz der Umstellung auf 100% erneuerbaren Strom stabil. Der Einkaufsprozess wurde ebenfalls verbessert. Hier zahlt sich auch die Zusammenarbeit mit dem Startup Luminovo aus. Aus einer zufälligen Begegnung entstanden, arbeiten beide Unternehmen nun seit etwa einem Jahr an der intelligenten Einkaufssoftware LumiQuote. Im Bereich der Entwicklung werden die Kompetenzen in Richtung KI ausgebaut. Dafür steht Binder Elektronik kurz vor dem Start eines neuen Verbundprojektes mit dem Fokus auf intelligent unterstütztem PCB-Entwurf. Geschäftsführer Christian Rückert: „Wir werden 2021 wieder durchstarten. Die Kurve zeigt jetzt schon spürbar nach oben. Wenn der Lockdown überstanden ist und die Impfabdeckung steigt, werden die Bedarfe steil ansteigen. Wir sind darauf vorbereitet.“
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2021.10.14 17:14 V18.25.1-2