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© Osram Design Analysen | 12 August 2020

Aktives Krisenmanagement prägt drittes Quartal von Osram

Osram hat das dritte Geschäftsquartal besser abgeschlossen als erwartet. Der Umsatz auf vergleichbarer Basis sei zwar angesichts der Folgen der Corona-Krise binnen Jahresfrist um 29,4 Prozent auf 606 Millionen Euro gesunken, das EBITDA vor Sondereffekten sei mit minus 27 Millionen Euro aber deutlich besser als erwartet ausgefallen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Während der Unternehmensbereich Automotive erwartungsgemäß vom Umsatzeinbruch am stärksten betroffen war, entwickelte sich Opto Semiconductors verhältnismäßig positiv. Unternehmensweit lag der Free Cashflow aufgrund des effektiven Managements des Betriebskapitals lediglich bei minus sieben Millionen Euro. „Der Erfolg unserer Corona-Maßnahmen und unseres Liquiditäts-Managements schlägt sich klar in unseren Quartalszahlen nieder. Im dritten Quartal haben wir bereits die Gesamtersparnis erreicht, die wir uns für das Gesamtjahr vorgenommen hatten“, sagt Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender der OSRAM Licht AG. „Unser Geschäftsverlauf zeigt, dass wir uns gut gegen die Krise gerüstet haben. Insbesondere unsere Entwicklung in Nordamerika und China macht uns zuversichtlich, unsere aktuelle Jahresprognose trotz aller Widrigkeiten zu erreichen.“ Die tiefsten Spuren hinterließ nach Unternehmensangaben die Corona-Krise im dritten Quartal erwartungsgemäß im Geschäftsbereich Automotive (AM). Dort gingen die Erlöse um 35,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 282 Millionen Euro zurück. Dazu trug auch entscheidend die weiterhin schwache Margenentwicklung im Joint Venture Osram Continental bei. Dort wurde zudem eine Abschreibung von 48 Millionen Euro verbucht. Das bereinigte EBITDA des gesamten Automotive-Bereichs betrug minus 23 Millionen Euro. Der Barmittelabfluss konnte indes auf 19 Millionen Euro begrenzt werden. Deutlich weniger stark fiel der Rückgang im Halbleiterbereich Opto Semiconductors aus. Hier reduzierte sich der Umsatz um 19 Prozent auf 297 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA betrug 36 Millionen Euro. Die operative Marge blieb mit 12,2 Prozent im zweistelligen Bereich. Der Free Cashflow war mit 24 Millionen Euro weiter positiv. Der Digitalbereich DI war in Teilen signifikant von Umsatzrückgängen, zum Beispiel bei Kinolampen und Bühnenbeleuchtung, betroffen. Daher sanken die Umsätze um rund 31 Prozent auf 159 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA betrug minus 23 Millionen Euro. Der Free Cashflow war hingegen mit 17 Millionen Euro deutlich positiv. Das laufende Schlussquartal des Geschäftsjahres 2020 werde konjunkturell weiterhin von der Corona-Krise geprägt bleiben. Zwar verzeichne Osram insbesondere in Asien sichtbare Zeichen einer Erholung. Die Produktionsstandorte würden dort annähernd so viel wie vor Einsetzen der Pandemie fertigen. Die konjunkturelle Erholung in Europa bleibe aber noch abzuwarten. Insgesamt sieht sich der Vorstand auf gutem Weg, die im Juni angepasste Jahresprognose zu erfüllen.
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2020.09.21 11:08 V18.10.12-2