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© Zeiss Design Analysen | 25 Mai 2020

ZEISS blickt auf ein insgesamt gutes erstes Halbjahr zurück

Die ZEISS Gruppe schließt die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2019/20 (Halbjahresstichtag: 31. März 2020) in Summe gut ab: Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 3,213 Milliarden Euro (1. Halbjahr 2018/19: 3,019 Milliarden Euro).

Davon seien 90 Prozent auf Märkte außerhalb von Deutschland gefallen, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 455 Millionen Euro leicht über dem Vorjahresniveau (443 Millionen Euro). Die EBIT-Marge lag bei 14,2 Prozent. Der Auftragseingang wuchs auf 3,601 Milliarden Euro (1. Halbjahr 2018/19: 3,161 Milliarden Euro). „Wir haben das erste Halbjahr insgesamt gut abgeschlossen. Aber die COVID-19-Pandemie hat umfassende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft – davon sind auch Geschäfte von ZEISS betroffen“, sagt Dr. Karl Lamprecht, Vorstandsvorsitzender von ZEISS und ergänzt: „Vorbereitete Resilienzmaßnahmen werden ZEISS helfen, um die aktuellen Herausforderungen bestmöglich zu bewältigen.“ Die vier Sparten der ZEISS Gruppe entwickelten sich demnach im ersten Halbjahr mit unterschiedlicher Dynamik. Die Sparte Semiconductor Manufacturing Technology konnte ihr Wachstum weiter ausbauen, vor allem aufgrund der hohen Nachfrage nach Extreme Ultra Violet (EUV)-Lithographiesystemen, einer sich weiterhin in der Einführungsphase befindlichen Technologie, und auch nach Deep Ultra Violet (DUV)-Lithographiesystemen. In der Sparte Industrial Quality & Research verspürte der Bereich Industrial Quality Solutions die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie aufgrund der schwachen Entwicklung der Automobilindustrie besonders deutlich. Durch die im letzten Geschäftsjahr getätigte Akquisition von GOM (Braunschweig), einem führenden Anbieter von Hard- und Software für die optische 3D-Koordinatenmesstechnik, konnte ZEISS jedoch weiter Wachstumspotenzial im Bereich Oberflächenmessung und -digitalisierung generieren. Das Geschäft mit Research Microscopy Solutions konnte in Summe wachsen. Für die Erforschung des Coronavirus SARS-CoV-2 nutzen internationale Forscher auch das Produkt ZEISS Celldiscoverer 7, ein automatisiertes Lichtmikroskopsystem. Die Sparte Medical Technology erreichte zwar durch die Folgen der COVID-19-Pandemie eine geringere Wachstumsdynamik als im Vorjahr, doch konnte die Sparte ihre Marktposition durch ihre innovativen Produkte in den Bereichen Neurochirurgie und Ophthalmologie erfolgreich ausbauen. In der Sparte Consumer Markets waren die Folgen der COVID-19-Pandemie am deutlichsten zu verzeichnen. Für den Bereich Vision Care begann das erste Halbjahr zwar mit einem Wachstum und einem Ausbau der Marktposition im Brillenglasmarkt, aber die Folgen der COVID-19-Pandemie führten mit dem Start der Ausgangsbeschränkungen zu einem Umsatzeinbruch in allen Regionen. Der Free Cashflow belief sich auf 180 Millionen Euro (1. Halbjahr 2018/19: 341 Millionen Euro). Das Eigenkapital des Konzerns stieg im Vergleich zum Geschäftsjahresschluss 2018/19 um 5 Prozent auf 4.179 Millionen Euro (30. September 2019: 3.990 Millionen Euro). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im ersten Halbjahr 2019/20 mit 398 Millionen Euro rund 12 Prozent des Umsatzes (1. Halbjahr 2018/19: 322 Millionen Euro). Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 215 Millionen Euro (1. Halbjahr 2018/19: 133 Millionen Euro). Dem gegenüber standen Abschreibungen in Höhe von 123 Millionen Euro (1. Halbjahr 2018/19: 105 Millionen Euro). Die Nettoliquidität lag zum Stichtag 31. März 2020 bei 1.362 Millionen Euro. Besonders in den Regionen EMEA und APAC war ein Umsatzrückgang aufgrund der COVID-19-Pandemie erkennbar. Die Region Americas hingegen konnte noch ein leichtes Wachstum generieren. China zeigte im März wieder einen Aufwärtstrend. „Unsere globale Investitionsstrategie, die insbesondere Investitionen in Innovationen und Digitalisierung sowie den weiteren Ausbau unserer modernen Infrastruktur beinhaltet, ist die Grundlage für weiteres Wachstum der ZEISS Gruppe“, sagt Dr. Christian Müller, Finanzvorstand der Carl Zeiss AG. Zu den erfolgreich abgeschlossenen Akquisitionen des ersten Halbjahres zählt die Akquisition des Softwareunternehmens Saxonia Systems AG. Das Unternehmen agiert seit März 2020 unter dem Namen Carl Zeiss Digital Innovation. Während sich die Entwicklung der Sparte Semiconductor Manufacturing Technology weiterhin als sehr stabil zeigt, sind die anderen Sparten von den weltweiten wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen. Die Weltwirtschaft werde, laut vieler Prognosen, aufgrund der COVID-19-Pandemie mit erheblichen Herausforderungen zu kämpfen haben. Auch ZEISS sei aktuell von den Auswirkungen der COVID-19-Krise und einem rückläufigen Geschäft – regional und spartenmäßig in unterschiedlichem Maße – betroffen. Eine belastbare Prognose für das Geschäftsjahr 2019/20 sei derzeit aufgrund der weltweiten Unsicherheiten durch die COVID-19-Pandemie nicht möglich. Für die zweite Geschäftsjahreshälfte sei jedoch von einem Rückgang bei Umsatz und EBIT auszugehen.
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