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© Jenoptik Markt | 06 Mai 2020

JENOPTIK AG trotz Corona mit positivem Jahresausblick

Der Vorstand der JENOPTIK AG hatte bereits zu Jahresbeginn vorsorglich einige Maßnahmen beschlossen, um schnell auf die neue, durch die Corona-Pandemie entstandene Situation zu reagieren. Neben Maßnahmen zur Sicherung von Liquidität und Profitabilität sind die operativen Geschäfte inklusive Lieferkette abgesichert und das Working Capital optimiert worden.

Aufgrund der ergriffenen Gegenmaßnahmen sowie in Anbetracht eines erwarteten stärkeren 2. Halbjahres gehe der Vorstand für das Gesamtjahr 2020 davon aus, die aktuelle durchschnittliche Markterwartung der Analysten beim Umsatz von etwa 800 Millionen Euro und bei der EBITDA-Marge von rund 14,3 Prozent erfüllen zu können, heißt es in einer Pressemitteilung. Die initiierten Projekte zur Strukturanpassung, Effizienzsteigerung und dem Portfoliomanagement sollen darüber hinaus, spätestens ab dem nächsten Jahr, weiter zu einer Beschleunigung des Wachstums und einer Verbesserung der Profitabilität des Konzerns beitragen. Die damit verbundenen Aufwendungen würden in diesem Geschäftsjahr aus Transparenzgründen separat ausgewiesen. Im 2. Quartal rechne der Vorstand mit weiteren Corona-bedingten Umsatz- und Ergebniseinbußen insbesondere in den Automotive-nahen Geschäftsbereichen sowie in der Luftfahrtindustrie. Der Jenoptik-Konzern sei solide in das Jahr 2020 gestartet. Die Nachfrage habe sich im 1. Quartal trotz Corona in vielen Bereichen als positiv erwiesen. So habe die Gesellschaft einen Anstieg des Auftragseingangs (bereinigt um die Effekte aus der Entkonsolidierung der Hillos GmbH) um 3,6 Prozent auf rund 212 Millionen Euro (Vorjahr 210,4 Millionen Euro) verzeichnet. Der Auftragsbestand legte um über 12 Prozent auf 523 Millionen Euro zu (31.12.2019: 466,1 Millionen Euro). Die Geschäfte mit öffentlichen Auftraggebern sowie mit der Halbleiterausrüstungsindustrie seien nicht von der Pandemie betroffen und verzeichneten Zuwächse. Die Division Light & Production war durch die Entwicklung in der Automobilindustrie im Umsatz und Ergebnis stark beeinflusst. Insgesamt erlöste Jenoptik im 1. Quartal 2020 einen Umsatz in Höhe von rund 165 Millionen Euro. Bereinigt um die Effekte aus der Entkonsolidierung der Hillos GmbH (im Vorjahr Erlöse in Höhe von 5,7 Millionen Euro) entspricht das einem leichten Rückgang in dem saisonal schwächsten Quartal im Jahresverlauf von etwa 8 Prozent (Vorjahr 178,3 Millionen Euro). Der Umsatzrückgang führte zu einem adjustierten EBITDA von rund 17 Millionen Euro (Vorjahr 23,8 Millionen Euro). Die adjustierte EBITDA-Marge belief sich damit auf etwa 10,5 Prozent (Vorjahr 12,9 Prozent). Das nicht adjustierte EBITDA einschließlich der nicht wiederkehrenden Sonderaufwendungen belief sich auf rund 14 Millionen Euro, bei einer EBITDA-Marge von 8,3 Prozent. Der Free Cashflow verbesserte sich im Berichtszeitraum signifikant von minus 5,1 Millionen Euro im Vorjahr auf aktuell über 14 Millionen Euro. Neben den gesunden Bilanzrelationen und der komfortablen Liquiditätssituation verfüge Jenoptik zudem über ausreichend ungenutzte Kreditlinien von rund 200 Millionen Euro.
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2020.08.05 00:04 V18.8.2-1