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© Mikron Markt | 24 April 2020

Mikron reagiert auf die anhaltend tiefe Nachfrage aus der Automobilindustrie

Die Mikron Gruppe hatte im November 2019 bereits mitgeteilt, am Maschinenbaustandort in Agno Kurzarbeit einzuführen und erste Personalanpassungen vorzunehmen. Im Zuge der Corona-Krise seien die Maschinenbestellungen nun weiter rückläufig, heißt es in einer Pressemitteilung.

Es lasse sich momentan nicht abschätzen, wann sich die Nachfrage nach Maschinen wieder erholen werde. Mikron geht davon aus, dass die Automobilindustrie auch längerfristig sehr zögerlich investieren wird. Die Nachfrage aus anderen Marktsegmenten dürfte sich mittelfristig wieder erholen. Das Management der Mikron Gruppe reagiert nun auf die neuen Marktverhältnisse und auf die langfristig tiefere Nachfrage aus der Automobilindustrie. Dafür wurde mit der Personalkommission und den Sozialpartnern ein Prozess für einen Personalabbau am Maschinenbaustandort in Agno gestartet. Momentan geht die Geschäftsleitung davon aus, dass von dieser Maßnahme bis zu 110 Stellen betroffen sind. Zusammen mit den Sozialpartnern wird eine möglichst sozialverträgliche Lösung gesucht. Mikron hat zum Schutz der Mitarbeitenden vor dem Coronavirus bereits frühzeitig weitreichende Maßnahmen eingeleitet und hält sich auch an die Vorgaben des Kantons. Kurzfristige, durch das Coronavirus bedingte Kapazitätsüberschüsse werden weiterhin durch Kurzarbeit abgedeckt. Die Mikron Gruppe hält weiterhin am Maschinenbaustandort in Agno fest. Die bisher erfolgreiche Markteinführung der neuen Maschinengeneration Mikron MultiX wird weiter vorangetrieben. Durch den Ausbau dieser Plattform wird das Produktportfolio in den kommenden Jahren sukzessive erneuert. Die übrigen Betriebe der Mikron Gruppe in der Schweiz (Mikron Tool Agno und Mikron Automation Boudry) sind von den Kapazitätsanpassungen nicht betroffen. Die Auswirkungen des Coronavirus sind allerdings auch für diese Betriebe nicht absehbar. Parallel zu Kapazitätsanpassungen am Maschinenbaustandort in Agno hat Mikron auch an den beiden Maschinenbau- und Automationsstandorten in Deutschland erste Kapazitätsan­passun­gen vorgenommen, respektive teilweise Kurzarbeit eingeführt. Auch dort ist Mikron wesentlich von den Veränderungen in der Automobilindustrie betroffen und prüft laufend alle Optionen.
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