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Komponenten | 11 September 2007

Infineon will lieber zukaufen als gekauft werden

"Wir wollen zu den Konsolidierern und nicht zu den Konsolidierten gehören", sagte der Vorstandschef Wolfgang Ziebart des Halbleiterherstellers Infineon Technologies gegenüber der "Financial Times Deutschland".

Für die Zukäufe nimmt Infineon sogar höhere Schulden in Kauf. "Wir werden auch dann Zukäufe ins Auge fassen, wenn wir nicht in nächster Zeit große Qimonda-Aktienpakete verkaufen", sagte Ziebart. "Wenn wir eine sinnvolle Übernahme sehen, können wir jederzeit auch über andere Finanzierungsmöglichkeiten nachdenken. Wir verfügen über ausreichend Kreditlinien." Bislang sollten Akquisitionen mit Erlösen aus dem Verkauf von Qimonda-Anteilen finanziert werden. Infineon gehören noch rund 84 Prozent an der Speicherchip-Tochter, die einen Marktwert von etwa 3,1 Milliarden Euro hat. "Technologie müssen wir in der Regel nicht kaufen, die haben wir selber. Wir prüfen, welche Kundenbeziehungen uns durch eine Übernahme entstehen", meinte Ziebart. Vor kurzem hatte Infineon den Kauf des Mobilfunkgeschäfts des US-Konkurrenten LSI für mindestens 330 Millionen Euro angekündigt. Infineon ist dabei vor allem an den Kundenbeziehungen zum koreanischen Konzern Samsung interessiert. "Technologie müssen wir in der Regel nicht kaufen, die haben wir selber. Wir prüfen, welche Kundenbeziehungen uns durch eine Übernahme entstehen", betonte Ziebart.
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