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© Jakub Jirsak Dreamstime.com Markt | 30 März 2020

Knorr-Bremse setzt Prognose für das Geschäftsjahr 2020 aus

Die Prognose der Knorr-Bremse AG für das Geschäftsjahr 2020, die das Unternehmen auf der Jahrespressekonferenz am 11. März 2020 veröffentlicht hat, war unter dem Vorbehalt begrenzter Einflüsse der Ausbreitung des COVID-19 erstellt worden. In den vergangenen zwei Wochen hätten die negativen Einflüsse der COVID-19 Krise an Bedeutung zugenommen und zahlreiche Annahmen obsolet gemacht, teilt das Unternehmen mit.

Unter anderem haben Kunden und Lieferanten in vielen Teilen der Welt temporäre Werksschließungen vorgenommen. Nach heutiger Einschätzung des Vorstands ist daher eine verlässliche Abschätzung des weiteren Geschäftsverlaufs derzeit nicht mehr möglich. Daher wird die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 zurückgenommen. Der Vorstand erwartet nunmehr einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und EBITDA gegenüber 2019. Knorr-Bremse reagiert mit einem umfangreichen Maßnahmenprogramm, um in dem herausfordernden Umfeld die Stabilität des Unternehmens zu sichern. Über die zum Jahresende 2019 nach vorläufigen Ergebnissen bestehende Liquidität in Höhe von mehr als 1,8 Milliarden Euro hinaus wird Knorr-Bremse zusätzliche Kreditlinien in Höhe von 0,75 Milliarden Euro in Anspruch nehmen. Damit vergrößert das Unternehmen seinen operativen Handlungsspielraum. Zum Jahresende 2019 bestand eine Netto-Cash-Position in Höhe von rund 320 Millionen Euro. Zur Ertragsstabilisierung würden Personal- und andere Maßnahmen ergriffen, die auf den Vorbereitungen im Jahr 2019 aufbauen und die Möglichkeit zur zeitnahen Einführung von Kurzarbeit an einzelnen Standorten in Deutschland, vergleichbare Maßnahmen an den übrigen europäischen Standorten sowie ein Kostenprogramm mit Personalabbaumaßnahmen in Nord- und Südamerika umfassen. Die rasche Erholung in China, wo die Werke von Knorr-Bremse den Betrieb wieder zu 97 Prozent aufgenommen haben, zeigt, dass mit entsprechenden Maßnahmen auch in anderen von COVID-19 betroffenen Märkten die Lieferfähigkeit nach möglichen Unterbrechungen mit gewissen Einschränkungen weitgehend wiederhergestellt werden kann. Trotz der aktuellen Herausforderungen plant Knorr-Bremse, vorbehaltlich der weiteren Entwicklung, nach dem guten Geschäftsverlauf in 2019 und aufgrund der robusten Finanzsituation für das vergangene Jahr an der Dividendenpolitik (Ausschüttungsquote von 40 bis 50 Prozent des Konzernjahresüberschusses) festzuhalten.
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2020.05.12 12:15 V18.6.4-2