Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© Mikron Design Analysen | 24 März 2020

Geschäftssegmente der Mikron Gruppe entwickeln sich unterschiedlich

Für die beiden Geschäftssegmente Mikron Automation und Mikron Machining Solutions haben sich die Märkte im Jahr 2019 sehr unterschiedlich entwickelt. Entsprechend verschieden seien auch die Resultate ausgefallen, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Das Segment Mikron Automation habe den guten Auftragsbestand zu Jahresbeginn und die allgemein positive Entwicklung in seinen Kernmärkten gut zu nutzen gewusst. Das Segment Machining Solutions habe vor allem unter dem starken Nachfragerückgang im Maschinengeschäft gelitten, insbesondere aus der Automobilindustrie. Insgesamt verzeichnete die Mikron Gruppe 2019 einen Bestellungseingang von CHF 288,5 Millionen (ca. 272,6 Millionen Euro). Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 20,4 Prozent (CHF 362,3 Millionen/ca. 342 Millionen Euro). Europa bleibt für Mikron der wichtigste Markt. Rund 51 Prozent der 2019 eingegangenen Bestellungen stammen von europäischen Kunden (Vorjahr: 49 Prozent). Die beiden stärksten Marktsegmente sind die Pharma- und Medizintechnikindustrie mit 48 Prozent (Vorjahr: 40 Prozent) und die Automobilindustrie mit 16 Prozent (Vorjahr: 31 Prozent) Anteil am gesamten Auftragseingang. In Nordamerika erreichte Mikron Automation nicht ganz das hohe Niveau des Vorjahres, während Mikron Machining Solutions auf niedrigem Niveau etwas zulegen konnte. Aus Asien hingegen erhielt Mikron Automation mehr und Mikron Machining Solutions weniger Aufträge als im Vorjahr. Mit einem Jahresumsatz von CHF 327,6 Millionen (ca. 309 Millionen Euro) übertraf die Mikron Gruppe das Vorjahresergebnis (CHF 314,7 Millionen/ca. 297 Millionen Euro) um 4,1 Prozent. Mikron Automation konnte den Umsatz um 14,2 Prozent steigern, Mikron Machining Solutions verzeichnete einen Rückgang um 5,5 Prozent. Während sich das Geschäfts­segment Mikron Automation über das gesamte Geschäftsjahr 2019 hinweg einer guten Auslastung erfreute, sei dies im Geschäftssegment Mikron Machining Solutions nicht der Fall gewesen. Die Division Machining begann bereits gegen Ende 2019 mit dem Abbau von Kapazitäten und der Einführung von Kurzarbeit. Die Division Mikron Tool konnte die verfügbaren Kapazitäten im Berichtsjahr weitgehend auslasten. Mit CHF 157,4 Millionen (ca. 148 Millionen Euro) lag der Auftragsbestand der Mikron Gruppe Ende 2019 um 19,6 Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahres. Während das Geschäftssegment Machining Solutions im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 44,0 Prozent hinnehmen musste, ging der Auftragsbestand im Segment Automation um 6,9 Prozent zurück. Der EBIT der Mikron Gruppe beläuft sich im Geschäftsjahr 2019 auf CHF 14,1 Millionen/ca. 13,3 Millionen Euro (Vorjahr: CHF 13,9 Millionen/ca. 13,1 Millionen Euro). Das Geschäftssegment Mikron Machining Solutions erzielte einen EBIT von CHF 1,1 Millionen/ca. 1,04 Millionen Euro (Vorjahr: CHF 4,2 Millionen/ca. 3,97 Millionen Euro). Die Verschlechterung der Rentabilität spiegelt den Umsatzrückgang bei den Maschinen im Jahr 2019 und die laufenden Kosten für die Entwicklung neuer Produkte wider. Im Werkzeuggeschäft habe das Segment ein insgesamt erfreuliches Ergebnis erzielt. Das Geschäftssegment Mikron Automation verbesserte den EBIT von CHF 8,4 Millionen (ca. 7,9 Millionen Euro) im Vorjahr auf CHF 12,9 Millionen (ca. 12,19 Millionen Euro) und erreichte damit eine EBIT-Marge von 7,3 Prozent (Vorjahr: 5,4 Prozent). Das Unternehmensergebnis der Mikron Gruppe beläuft sich für das Jahr 2019 auf CHF 8,8 Millionen/ca. 8,32 Millionen Euro (Vorjahr: CHF 12,2 Millionen/ca. 11,53 Millionen Euro) oder auf CHF 0,54 pro Aktie im Vergleich zum Vorjahr mit CHF 0,74 (ca. 0,51 Euro/0,70 Euro). Auf Gruppenebene sei der Ausblick derzeit sehr schwierig. Nicht nur, was den Bestellungseingang betreffe, sondern auch für den Umsatz und die Rentabilität im Jahr 2020. Die tiefere Kapazitätsauslastung bei Mikron Machining Solutions und die notwendigen Anpassungen würden die Resultate von Mikron im Jahr 2020 erheblich belasten. Die Auswirkungen des Coronavirus seien noch nicht abschätzbar.
Weitere Nachrichten
2020.08.03 19:13 V18.8.0-1