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© ams Markt | 17 März 2020

Coronavirus könnte Kapitalerhöhung bei AMS zum Scheitern bringen

Die Kapitalerhöhung bei AMS droht am rapiden Kursverfall der Aktie zu scheitern. Das Papier des österreichischen Sensor-Spezialisten ist durch die Auswirkungen der Coronavirus-Krise an der Schweizer Börse um 18 Prozent auf 9,54 Franken eingebrochen. Zeitweise fiel es sogar unter die 9,20 Franken.

Damit fehle den Osram-Anteilseignern derzeit jeglicher Anreiz, die bis zu 190 Millionen Aktien zu zeichnen, berichtet Reuters. Die Bezugsrechte, von denen vier zum Kauf einer neuen Aktie berechtigen, seien demnach um mehr als drei Viertel auf 1,31 Franken eingebrochen. AMS will mit den 1,65 Milliarden Euro, die die Kapitalerhöhung einbringen soll, den Kauf des Münchner Lichtkonzerns Osram zum Teil finanzieren, heißt es weiter. Als AMS die Bezugsrechtsemission vor einer Woche angekündigt hatte, lagen die Aktien noch bei mehr als 25 Euro. Die Banken um die Konsortialführer HSBC und UBS haben die gesamte Kapitalerhöhung garantiert, müssten die Papiere also auf das eigene Buch nehmen, wenn sie sie nicht an die AMS-Aktionäre oder an andere Investoren verkaufen können, so Reuters. Allerdings gibt es offenbar ein Schlupfloch. Im Emissionsprospekt heißt es, die Kapitalerhöhung könne abgeblasen werden, wenn "eine Änderung an den Finanzmärkten, ein Unglück oder eine Krise" zu einer Änderung der wirtschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen führe. HSBC und UBS wollten sich nicht dazu äußern, auch AMS sei für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, schreibt Reuters abschließend.
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2020.08.05 00:04 V18.8.2-1