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© Ledvance Komponenten | 11 März 2020

Mitarbeiter protestieren gegen Ledvance-Schließung in Eichstätt

Mit dem Werk in Eichstätt soll die letzte Produktionsstätte von Ledvance in Deutschland geschlossen werden. Rund 360 Mitarbeiter seien davon betroffen, berichtet der BR.

Der chinesische Eigentümer MLS will zum Jahresende das Ledvance-Werk schließen, aber dagegen protestiert die Belegschaft heftig. Von Seiten der Gewerkschaft IG Metall heißt es, es gebe Zukunftskonzepte und Interessenten für das Werk. Seit der Übernahme der früheren Osram-Tochter Ledvance habe der chinesische Eigentümer ein Werk nach dem anderen in Deutschland geschlossen, nun stehe mit Eichstätt die letzte hiesige Fabrik des Leuchtenherstellers auf der Kippe. MLS habe das ernsthafte Interesse von drei potentiellen Käufern ignoriert, zitiert der BR Bernhard Stiedl von der IG Metall. Bei der Aufsichtsratssitzung am Montag habe die Geschäftsführung zwar die Schließung der Fabrik zum Jahresende angekündigt. Trotzdem seien die Mitarbeiter aufgefordert worden, für die Zeit danach Lampen zu produzieren. Diese sollten dann zu einem Zeitpunkt auf den Markt kommen, an dem die Beschäftigten bereits ihre Arbeitsplätze verloren hätten. Die IG Metall hat die Politik aufgerufen, Druck auf die chinesische Seite auszuüben, um die Schließungspläne noch einmal abzuwenden. „Die Entscheidung trifft uns ins Mark und stößt auf absolutes Unverständnis der IG Metall. Trotz möglicher Alternativen, die das Unternehmen im Vergleich zu den Schließungskosten günstiger kommen würden, hat die Unternehmensführung diese Entscheidung getroffen“, heißt es weiter von der Gewerkschaft
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2020.06.09 11:27 V18.6.11-2