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© Infineon Komponenten | 09 März 2020

Infineon stößt bei Cypress-Übernahme auf Widerstand

Der Halbleiterkonzern Infineon stößt mit seiner geplanten milliardenschweren Übernahme des US-Chipherstellers Cypress Semiconductor einem Medienbericht zufolge auf Widerstand einer wichtigen Genehmigungsbehörde.

Das Komitee für Ausländische Investitionen in den USA (CFIUS) mache Sicherheitsbedenken geltend und empfehle Präsident Donald Trump, dem deutschen Konzern die Übernahme zu verbieten, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters die Finanzagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. In dem Bericht heißt es, es sei nicht klar, warum Beamte des vom Finanzministerium geführten Ausschusses ein Risiko in dem Geschäft sehen. Die Infineon-Aktie hatte daraufhin zum Wochenende in der Spitze knapp fünf Prozent verloren, zuvor hatten die Cypress-Titel im US-Handel bereits 17 Prozent verloren. Das US-Unternehmen stellt unter anderem Halbleiter für selbstfahrende Autos her, produziert aber auch Komponenten, die für militärische Zwecke benötigt werden. Infineon will mit dem rund neun Milliarden Euro schweren Zukauf in die Riege der zehn weltgrößten Chiphersteller aufsteigen. Vorstandschef Reinhard Ploss wolle dem deutschen Konzern damit zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten im Geschäft mit der Autobranche und dem Internet der Dinge erschließen, so Reuters. Ein Infineon-Sprecher verwies auf die jüngsten Äußerungen von Ploss, wonach der Vorstand einen Abschluss der Transaktion für das Ende des laufenden oder den Beginn des kommenden Quartals erwarte. Vom US-Finanzministerium, das den Vorsitz des CFIUS innehat, und vom Weißen Haus gibt es bislang keine Stellungnahmen. Der CFIUS selbst äußere sich generell nicht. Cypress lehnte eine Stellungnahme ab.
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2020.03.27 12:33 V18.4.17-1